Hyperspace Trial Bamberg

Autor: Matthias “Kartoffelkopf”

„4 StarVipern – Die können 100 pro Turniere gewinnen(!!11)“ …

sprach der Prophet Jose Oliveira in seiner unendlichen Weisheit einige Tage vor dem Turnier zu seinen Jüngern.

Und da ich mit der Liste sogar schon eine Handvoll Testspiele absolviert hatte und auch bei meinem ersten Hyperspace-Trial der neuen Saison in Koblenz ganz zufrieden mit meinem Abschneiden war, wollte ich den guten Mann natürlich nicht enttäuschen.

Meine Liste

Attentäter der Schwarzen Sonne (48)
Meisterhafter Schuss (1)

Attentäter der Schwarzen Sonne (48)
Meisterhafter Schuss (1)

Attentäter der Schwarzen Sonne (48)
Meisterhafter Schuss (1)

Attentäter der Schwarzen Sonne (48)
Meisterhafter Schuss (1)

Total: 196
View in Yet Another Squad Builder 2.0

aber Bilder sagen eh mehr als tausend Worte…

hier sind die wunderschönen Deadly Pink Vipers of Death, Doom and Destruction in aller ihrer Pracht:

Vorab und bevor es zu den einzelnen Spielen geht, erst mal ein paar Gedanken, wie ich an ein Spiel mit der Liste herangehe – muss nicht richtig oder abschließend sein, ist aber hoffentlich hilfreich (und sei es nur für die nachfolgenden Spielzusammenfassungen):

Wichtig ist, die gegnerische Liste zu studieren und zu schauen, wie man das Spiel am besten gewinnen kann.

Die Liste ist nicht dafür gemacht, den Gegner reihenweise 200 zu x von der Platte zu schießen. In der Regel geht es darum, in der Anfangsphase (oder der ersten Hälfte des Spiels) einen Punktevorteil zu erkämpfen und diesen dann bis zum Ende zu verteidigen (oder auch langsam weiter auszubauen).

Das klingt ein bisschen nach

„stating the obvious“,

aber gerade mit dieser Liste ist es schwer bis unmöglich, ab einem bestimmten Punkt wieder ins Spiel zurück zu kommen.

Es gibt reihenweise gegnerische Schiffe, die nur mit allen Mann an Bord oder von drei Vipern in Schach zu halten sind. Anakin oder Kylo wären hier allen voran zu nennen, die in Punkten in etwa den Gegenwert von zwei StarVipern haben und auf sich allein gestellt mit genauso vielen auch locker fertig werden. Ähnliches gilt für offensiv starke Schiffe wie Darth Maul, Vynder oder eine Ghost. Die können mit einem Schuss genug Schaden durchdrücken, um eine Viper (zumindest quasi) aus dem Spiel zu nehmen.

Was mich zum nächsten Punkt auf der Liste bringt:

„Defensive geht vor!“

Die Vipern sind nicht dafür gemacht, im Fokusfeuer zu stehen. Daher ist es ratsam, sich (möglichst) immer mehrere Fluchtwege offen zu lassen und sich nicht in die Enge treiben zu lassen – lieber mal auf einen Schuss verzichten und dafür gut stehen.

Die „bendy“ Barrelrolls, zusammen mit der Boost-Aktion, geben der Liste eine ungeheure Manövrierfähigkeit, die (in meinen Augen) den größten Trumpf der Liste darstellen und sie von (den allermeisten) anderen abhebt. Hierdurch ist es möglich, gegnerische Schiffe ins Kreuzfeuer zu nehmen oder einzelnen Asse quasi aus dem nichts eine Vielzahl ihrer Manöver zuzustellen…und das im Idealfall, ohne dabei eine einzelne Viper der gegnerischen Liste auszuliefern.

So weit zur Theorie…

und egal was man sich so überlegt und vorgenommen hat, ab einem bestimmten Punkt braucht man auch immer das Quäntchen Glück, um bei einem (größeren) Turnier vorne mitspielen zu können.

In diesem Sinne auf zu den Spielberichten – ich beschränke mich dabei aber auf das Wesentliche.

Runde/Spiel 1

gegen Rakoo (Obi-Wan & 3 ARCs)

Mir kam zugute, dass es Rakoo mir überließ,  alle meine drei großen Asteroiden zu legen – er selbst hatte Gaswolken dabei – und das wir zusammen ein insgesamt recht enges Asteroidenfeld legten. So konnten die drei ARCS im Verlauf des Spiels nie wirklich gefährlich werden – weder durch konzentrierten Beschuss einer der Vipern, noch durch

„blöd im Weg herumstehen“.

Da ich auch Obi nach den ersten beiden Beschussrunden (und noch bevor er groß Unheil anrichten konnte) blocken, einkesseln und schließlich auch töten konnte, stand am Ende ein ungefährdeter Sieg zu buche.

Runde/Spiel 2

LaskoBurns (BoFrost V1.0)

Dieses Spiel landete in Lokens Stream.

…ich sehe es aber eher als warnendes Beispiel dafür, wie man die Liste besser nicht spielt.

Das gerade für die Vipern sehr wichtige erste Engagement ging komplett in die Hose, weil der Plan, den ich mir vorab zu Recht gelegt hatte (= das Trümmerfeld in der Ecke nutzen, um relativ ungestört auf Boba einzuschwenken, diesen zu eliminieren und dann mit mindestens zweier meiner Schiffe gegen Koshka ins Endspiel zu kommen) nicht gut durchdacht war

…oder zumindest nicht gut in die Tat umgesetzt.

Zum Glück flog Lasko seinen Boba im weiteren Verlauf sehr aggressiv, so dass mein gewünschtes Endspiel doch noch Realität wurde und ich letztendlich zu einem nicht ganz verdienten und knappen Sieg kam.

Runde/Spiel 3

Kettch (Drohnen-Schwarm mit 2x Bellbullab)

Wie es eben so ist:

wenn man an den vorderen Tischen mitspielt, trifft man früher oder später auf diejenigen, die das Spiel(en) so richtig können

…in meinem Fall hieß der gute Mann „Kettch“.

So sehr ich mich freue, ihn auf Turnieren zu treffen und mit ihm zu plauschen, so ungern sehe ich ihn als Gegner an der Platte – einfach mal im T3 Profil seine Turnierergebnisse überfliegen oder mal gegen ihn spielen, dann wisst ihr, was ich meine J

In der Theorie sollte meine Liste aber ganz gut gegen den Schwarm bestehen können; allerdings hatte ich bislang noch exakt gar kein Spiel gegen diese Drohnen bestritten und die Tatsache, dass Kettch mit dieser Liste zu diesem Zeitpunkt ungeschlagen war, machte meine Vorfreude auf das anstehende Spiel auch nicht wirklich größer. Ich versuchte dann zwar, den Engage so lange wie möglich hinauszuzögern, den Schwarm durch das Asteroidenfeld und aus seiner Formation zu ziehen und dabei meine StarVipern so zu positionieren, dass sie im Gegenzug nicht eingekesselt werden würden, aber nach einer guten ersten Kampfphase fielen sie dann doch wie die Fliegen

…so dass Kettch den Sieg am Ende verdient für sich verbuchen konnte.

Die „Krallen“ sowie die Linked-Action (Barrelroll in Calculate) machen die Liste einfach ziemlich unberechenbar.

Runde/Spiel 4

Fengel (Tavson, Scorch, Kylo)

Durch die erste Niederlage stand ich, was den Einzug in den Cut betraf, damit schon mit dem Rücken zur Wand. Es würden zwar drei oder vier Spieler mit vier Siegen die Endrunde erreichen, dafür war aber ein guter MOV nötig – und das ist etwas, was „meine“ Deadly Vipers nicht zwingend beherrschen.

Die Hoffnungen auf den Cut erhielten dann einen weiteren Dämpfer, als Fengel direkt in der ersten Beschussrunde die erste Viper fällt:

Vollmodifizierte Schüsse von Kylo (Range 2) und Tavson (Range 3) gepaart mit unterdurchschnittlichen Grünen bedeuteten das Ende

…aber eben nur für die eine Viper – auch wenn mir der innere Pinguin was anderes einreden wollte.

Tavson sollte im weiteren Verlauf keinen Schuss mehr abfeuern und mit etwas Glück verlor ich nicht nur kein weiteres Schiff mehr, sondern konnte auch Kylo und Tavson auf halbe Punkte schießen, was den Sieg bedeutete.

Kylo stand in einer der Folgerunden direkt vor einem Asteroiden und Tavson stand so, dass er mit einem Stop viele meiner Manöver hätte blockieren können. Ich spekulierte dann aber (aufgrund des bisherigen Spielverlaufs) darauf, dass mein Gegner Tavson bewegen würde, um Kylo vom Stein weg zu koordinieren. Das tat er auch und ich hatte (dank Block und guter Positionierung) zwei gute Schussrunden auf Kylo, in denen ich genug Schaden und insbesondere einen spielentscheidenden Crit ziehen konnte:

Loose Stabilizer – damit war Kylo später genau die eine Runde zu lange aus dem Kampfgeschehen heraus, um noch den wahrscheinlich entscheidenden Schaden machen zu können.

Als das Spiel in die Zeit geht, durfte, damit es für den Sieg reichte, Fengel nicht auch nur einen Schaden mehr „durch bekommen“ und im Gegenzug mussten die Vipern Tavson halbieren.

Dies gelang…

aber einzig und allein dank der krummen Fassrollen und trotz der Tatsache, dass ich meine Angriffe in der vollkommen falschen Reihenfolge abhandelte (erst Reinforce, dann Jam erschwerten mir das Schadenmachen und das wäre mit etwas Nachdenken meinerseits zu verhindern gewesen).

Runde/Spiel 5

Darth Ace (Tavson, Kylo)

Weiter im Rennen

…nur, um gegen einen Teamkollegen gepaart zu werden,

der zu allem Überfluss auch noch (wie bereits die letzten beiden Gegner) zu den eher besseren unserer Zunft gehört.

Aber auch hier blieb mir an den entscheidenden Stellen das Glück hold:

Im ersten Beschuss blieb die von Darth Ace fokussierte StarViper – im Gegensatz zu Spiel 4 (und obwohl Kylo hier mit Protonentorpedos schoss) – mit einer Hülle stehen.

In der Folgerunde platzte schon, wie auch immer das geschehen konnte, Tavson.

…und in der Runde, in der Kylo den Abschuss zur Führung nach Punkten (und damit wohl den Sieg) klarmachen konnte,

versagen Darth Aces Verteidigungswürfel und Kylo geht auf halbe Punkte. Und diesen Vorsprung ließ ich mir dann auch bis zum Ende nicht mehr nehmen (bzw. Kylo musste dann offensiv fliegen, was ich ausnutzen konnte).

Runde/Spiel 6

Moatl (Vader, Soontir & 3 Akademiker)

So hatte ich also mein Endspiel um den Cut

…und, um es vorweg zu nehmen,

es lief vom ersten Schuss an in meine Richtung. In der ersten Beschussrunde wurde einer der TIEs ge-oneshotted, danach konnte ich erst Soontir und kurze Zeit später auch Vader blocken und abräumen; ohne dabei groß Schaden zu bekommen, da die grünen Würfel, wenn sie gebraucht wurden, zur Stelle waren.

Viertelfinale

Durandell (RAC & 3 Inquisitoren)

Durandell konnte zur Endrunde am Folgetag nicht noch mal anreisen, gab mir daher die Hand und wünschte mir viel Glück fürs Halbfinale.

Einerseits schade, weil das ein spannendes Spiel geworden wäre (bei dem ich, bei einem Blick auf die Listen – gespielt habe ich das Matchup „natürlich“ noch nicht – sagen würde, dass es eher zu den schlechteren gehört), andererseits konnte ich so nicht nur fast so was wie ausschlafen, sondern war auch dem Finale/Titel einen großen Schritt näher.

Halbfinale

Cornerback (Maul, Grievous, Chertek)

Im Halbfinale erwartete mich dann mit Cornerback ein Nürnberger Stammtischbruder

…mit einer ziemlich unangenehmen Liste.

Das geringste Übel stellte wohl Grievous dar – und das allein sagt meiner Meinung nach schon alles aus, wie schlecht es in diesem Matchup um meine rosa Lieblinge bestellt ist.

Das Spiel begann dann auch eher suboptimal:

Chertek kann Ensnare nutzen, da ich bei der entscheidenden Viper ein zu schnelles Manöver einstellte

…zu allem Überfluss blieb der Nantex  dann auch mit einer Hülle stehen,

da der eine Schuss genau dieser Viper fehlte. Zu meinem Glück überlebte aber auch die ensnarte Viper auf einer Hülle. In der Folgerunde ging diese dann

…aber ohne das es ihr Chertek gleichtat:

er bumpte zwar in seinen Kameraden Grievous, konnte aber trotzdem mit seiner Schiffsfähigkeit boosten und eine weitere Viper schubsen – einfach nur ekelhaft!

Dank guter Blocks und durch geschicktes Boosten und Rollen konnten zumindest die anderen beiden gegnerischen Schiffe, allen voran Maul, keinen allzu großen Schaden anrichten, so dass es, als das Spiel in die Zeit ging, zu folgender Konstellation kam:

Durch die Abschüsse von Chertek und einer Viper herrschte Gleichstand. Mir fehlte ein Treffer, um halbe Punkte für Maul zu kassieren (in Punkten: 46). Demzufolge musste Cornerback eine Viper töten (49 Punkte), um sicher zu gewinne

…oder halbieren und hoffen, selber keinen Schaden mehr auf Maul einzustecken.

Cornerback hatte hierzu zwei Range 2 auf eine volle Viper. Eine meiner Vipern hatte Grievous und Maul in Range 2 im Visier, eine zweite hatte einen durch eine Gaswolke versperrten Range 3-Schuss. Die letzte verbliebene Viper war fernab des Geschehens (weil sie einen Schaden davon entfernt war, halbe Punkte zu geben).

Als es dann schließlich zum Showdown kann, nutzte Cornerback nach langer Bedenkzeit den Traktorstrahl auf Maul (den ich bis dahin vollkommen übersehen hatte), um die vordere der beiden Vipern auf einen Stein zu stellen

…sehr stark gemacht und die in meinen Augen beste Möglichkeit für ihn,

das Spiel zu gewinnen. Zum Glück musste er sie dabei so repositionieren, dass Grievous zwar schießen, aber dabei nicht von Outmaneuver profitieren konnte. Der General brachte dann auch nur zwei Schaden auf die Viper durch – somit kanpp keine halben Punkte. Mein verbleibender Angriff (der mit Gaswolke) verpuffte im Anschluss auch.

…Final Salvo…sechs Würfel für Cornerback gegen neun für mich…

und am Ende lagen dann mit zwei Treffern bei mir doppelt so viele wie bei meinem ihm. Sehr glücklicher – denn nach dieser Runde hätte es nur noch bergab gehen können –

Sieg…

durch und dank des 75 Minuten Zeitlimit, wenn man so will.

Finale

Kettch (Drohnen-Schwarm mit 2x Bellbullab)

Der Endgegner im Endspiel – irgendwie passend (wobei es mindestens Dalli und Cornerback wohl genauso verdient gehabt hätten).

Das Finale gab’s dann wieder bei Loken.

Aus der Vorrunde hatte ich mitgenommen, dass ich noch defensiver fliegen muss – lieber auf Schüsse verzichten und dafür zu jederzeit (oder zumindest so gut es eben geht) verschiedene Folgemanöver zur Auswahl zu haben.

…das klappte ja dann auch ganz gut.

Der erste Abschuss in der ersten Beschussrunde sowie das ein oder andere knappe Manöver im weiteren Verlauf, welche (leider) immer zu Kettchs Ungunsten ausgingen, trugen da natürlich auch ihren Teil dazu bei.

Fazit

Bei so einem Abschneiden sagt es sich natürlich immer leicht, aber es war mal wieder ein sehr schönes Turnier in Bamberg:

angenehme Atmosphäre mit vielen netten und bekannten Gesichtern,

super Organisation

und Durchführung von Sascha (mit tatkräftiger Unterstützung von seiner Familie)

…Grillen bei Sonnenschein.

Schöner geht es eigentlich gar nicht.

In diesem Sinne, cu soon & gehabt Euch wohl Euer kartoffelkopf