Autor: kartoffelkopf

20.03. Outmaneuver (Ligaspiel 5 vs Thomas)

Neues Spiel, neues Glück

…wenn nicht beim Stammtisch, wo sonst.

Meine Liste

Han Solo (Scum) (54)
Trickschuss (2)
Tobias Beckett (2)
Verbessertes Triebwerk (7)
Landos Millennium Falke (6)

Fenn Rau (68)
Meisterhafter Schuss (1)

Der alte Teroch (56)
Meisterhafter Schuss (1)

Total: 197

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Gegner Liste

AP-5 (32)
Leia Organa (2)
R4-Astromechdroide (2)

Eskorte der blauen Staffel (41)
Servomotorische S-Flügel (0)

Eskorte der blauen Staffel (41)
Servomotorische S-Flügel (0)

Eskorte der blauen Staffel (41)
Servomotorische S-Flügel (0)

Eskorte der blauen Staffel (41)
Servomotorische S-Flügel (0)

Total: 200

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Das Spiel

Diesmal ohne Bild und eher kurz und bündig (war nach nem harten Arbeitstag einfach schon zu spät)

gesponsertes Bild der Redaktion  😉

Dank Beckett war das Astifeld relativ eng um die Mitte der Spielmatte platziert; ideal für Han, um darum seine Kreise zu ziehen. Mit den Fangs galt es nicht zu überstürzt zu attackieren, da die X-Wing Flotte dank Leia relativ unberechenbar war.

A Pros Pos unberechenbar: Nachdem Thomas sich mittig auf seiner Seite aufgestellt hatte, entschloss er sich relativ schnell, mit seiner Truppe ins Astifeld einzudrehen, Han hatte er dabei als erstes Opfer auserkoren.

Ich tat ihm den Gefallen und ermöglichte ihm die (idR ein bis zwei versperrte) Schüsse auf Han und landete im Gegenzug ordentlich (und konzentriert) Schaden auf seinen Schiffen. Zwischendurch präsentierte ich ihm auch mal einen der Fangs – vorzugsweise Teroch – und „zwang“ ihn so, seine Schüsse zu splitten. Klappte mehr als ordentlich, Fenn hatte eine brenzlige Situation zu überstehen, als er in zu viele Feuerwinkel geriet, aber alles in allem konnte ich die Rebellen nach und nach entsorgen und hatte am Ende drei halbe Schiffe gegen einen halben X-Wing – für einen 179 zu 100 Sieg – stehen.

20.03. Die Rache des Sith (Ligaspiel 4 vs Steka)

Endlich wieder mal ein Besuch beim Mittwochs Stammtisch

…passend dazu das direkte Rematch gegen seine Durchlaucht

gibt’s was schöneres?

Meine Liste

Han Solo (Scum) (54)
Trickschuss (2)
Tobias Beckett (2)
Verbessertes Triebwerk (7)
Landos Millennium Falke (6)

Fenn Rau (68)
Meisterhafter Schuss (1)

Der alte Teroch (56)
Meisterhafter Schuss (1)

Total: 197

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Gegner Liste

Darth Vader (65)
Kollisionssensor (6)
Nachbrenner (6)

Soontir Fel (52)
Finte (5)

Major Vermeil (49)
Imperator Palpatine (11)
Verbesserte Schilde (4)

Total: 198

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Das Spiel

Das Spiel selbst ist dann erneut „schnell“ erzählt

Mit seiner Entscheidung die Ini an mich abzugeben, hatte Steffen schon mal gute Karten, dass Spiel für sich zu entscheiden…zumal er ja auch spielerisch, gerade mit Listen wie dieser, auch in einer anderen Liga als ich spielt.

Soontir schoss schnell zu mir rüber ins „offene Feld“, Vader wartete auf eine gute Gelegenheit meinen Jungs in die Seite zu fallen, Vermeil blieb dazwischen und konnte durch Ailerons jederzeit schnell, dahin, wo er gebraucht (oder hin) wollte. Soweit Steffens Plan nach dem Aufstellen (zumindest aus meiner Sicht).

So sollte es dann auch geschehen…für mich – siehe vorstehende Ausführungen – nicht vollkommen unerwartet, so dass mein Plan darin bestand, mit allen Mann auf Soontir zu gehen. Problematisch dabei war aber, dass dieser nach meinen Schiffen flog

…und entsprechend ging’s dann auch in die Hose

Im ersten Beschuss waren Han und Fenn um Millimeter nicht in Reichweite

…und danach sollte ich einfach keine Gelegenheit mehr bekommen, den Baron zu stellen

Und nach dem ersten Geplänkel (zwei Schilde auf Han vs zwei vom Reaper) ging’s dann so richtig bergab: Vermeil drehte wie erwartet auf die Fangs ein, ich verschätzte mich aber mit Fenn, so dass dieser (vom Major) geblockt und von Soontir und dem heraneilenden Vader quasi gekillt wurde. Im Gegenzug bringe ich nur seinen Reaper zum Rauchen – guter Tausch…aus Sicht von Steffen.

Damit konnte Steffen das Spiel dann auch sicher nach Hause fliegen, denn

Fenn konnte sich aus der Nummer nicht mehr retten und/oder hat für die entscheidenden nächsten Runden keinen Schuss mehr setzen können…dass ich in der Folge noch Teroch auf einen Stein stellte und mit Han (notgedrungen) ein, zwei Runden komplett Abseits des Geschehens herumturnen musste, waren dann noch die Sahnehäubchen auf diesem Match.

Summa summarum haben meine Taktik und Manöver haben – zum einen dank mir selbst, aber auch, weil Steffen (insbesondere mit Soontir) fehlerlos bzw. gewohnt (sehr) gut geflogen ist – nicht so richtig geklappt und folglich kommt Steka zu einem souveränen und mehr als verdienten 200 zu 32 Sieg (nicht mal der letzte Schaden auf Vermeil für ein paar Punkte MoV mehr war mir vergönnt 😥 )!

08.03. masterblaster (Ligaspiel 3 vs Steka)

Direkt im Anschluss ging es dann gegen den Endgegner höchstpersönlich. Davon gibt’s zwar wieder Bilder

…aber leider nicht viel mehr.

Meine Liste

😳

Gegner Liste

😳

Das Spiel

Die offizielle Sprachregelung ist, dass Steffen aus vertraglichen Gründen verpflichtet ist, gegen mich (und alle anderen Squadrona-Spieler) zu conceden

 

…aber das Kleingedruckte hat er bestimmt gar nicht erst gelesen.

Inoffiziell und ganz unter uns:

Es war das passiert, was in unseren Matches öfters mal vorkommt (zumindest hatten wir beide, da wir die beteiligten Schiffe oft gegeneinander fliegen, ein Déjà-Vu). Im ersten Engagement stehen sich sein Vader (wie gewohnt mit Fokus, Target Lock und zwei Force) und mein Fenn (nur Fokus, ich bin eben genügsam) gegenüber

…und wenn die Würfel gefallen sind, weint einer.

Und das Schicksal hatte für den Abend entschieden, dass Steka mal wieder an der Reihe ist. Vader stand mit nur noch einer Hülle da und wurde im Anschluss von einem 2-Würfel (!) Han Angriff niedergestreckt.

Da erschien uns beiden Feierabend die bessere Alternative, als das Spiel groß weiterzuspielen.

08.03. once more with feeling (Ligaspiel 2 vs Cornerback)

Nach dem ersten Ligaspiel war klar, dass die hipster-Liste genug Potential und Spielspaß mitbringt, um noch mal gespielt zu werden und ich definitiv mehr Übung brauche, wenn ich damit mal „was reißen“ will:

Meine Liste

Boba Fett (86)
Trickschuss (2)
Aufmerksamer Co-Pilot (8)
Protonenbomben (5)
Sklave I (2)

Emon Azzameen (76)
Trickschuss (2)
L3-37 (4)
Protonenbomben (5)
Andrasta (4)
Annäherungsminen (6)

Total: 200

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Mit Cornerback stand mir unser Nürnberger (bzw. Erlangener) 2.0-Nachwuchs gegenüber, wobei man, wenn man ihm beim Spielen erlebt, nichts davon merkt, dass er gerade mal ein halbes Jahr spielt – das sieht nämlich schon ganz gekonnt aus…und da er seine Listen dabei auch noch selber baut, gilt umso mehr: Hut ab!

Gegner Liste

AP-5 (32)
Leia Organa (2)

Wedge Antilles (52)
Servomotorische S-Flügel (0)

Pilot der Tala-Staffel (25)
Selbstlos (3)

Pilot der Tala-Staffel (25)
Selbstlos (3)

Pilot der Tala-Staffel (25)
Selbstlos (3)

Lieutenant Blount (30)

Total: 200

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Das Spiel

Leider war ich dermaßen „im Tunnel“, dass ich von dem Spiel keinerlei Fotos gemacht habe.

Es wurde dann – vollkommen unbewusst oder aber einzig und allein um IHM zu huldigen – ein „enges Astifeld“ gebaut … zu meiner Zufriedenheit, hatte ich doch auch im Asteroidenfeld noch ausreichend Platz zum Manövrieren; dazu noch die vielen Bomben im Gepäck, sollte das für die geplante Hit & Run-Taktik von Vorteil sein.

D.h. im Vergleich zum Erstversuch sollte ein erster Lernprozess zu erkennen sein, den es nun auch in die Praxis umzusetzen galt:

Cornerback stellte seine Staffel in Formation so auf, dass der an den Astis vorbei in die freie Spielfelddiagonale fliegen konnte. Emon platzierte sich, in der Hoffnung, die Rebellenstaffel hinter sich her ziehen und mit Bomben beschmeißen zu können, gegenüber. Boba stand in der anderen Ecke und sollte mit Vollgas ums Asteroidenfeld brettern. Plan B wäre Wende oder ins Astifeld eindrehen, wenn sich Cornerback entscheiden sollte, auf Boba zu gehen.

Nach ereignislosen Startrunden – Emon und die Rebellenflotte kamen sich etwas näher, aber irgendwann war klar, dass da bei denen nichts laufen würde. Die Rebellen wollten sich nämlich lieber Boba vorknöpfen. Dazu mussten sie aber durch das Asteroidenfeld, d.h. Staffel teilen…und Boba zu blocken war dabei, wie sich später herausstellen sollte, leider nicht mehr möglich.

Damit war Boba dann zu mobil, um sich von den Rebellen fassen zu lassen:

eine Runde knapp außerhalb Reichweite 3 von „allem“, die Runde darauf quasi direkt vor Wedges Nase, mit AP-5 (tokenlos) und nur einem der Z´s (da war auch noch ein Asti dazwischen) in der direkten Range-1-Nachbarschaft. In Zahlen hieß es nach dem Beschuss: drei Schaden für Wedge und zwei Schilde bei Boba. Im Anschluss konnte Boba vorbeiziehen und eine Bombe liegen lassen. Was nichts nutzten sollte, weil Cornerback eine Flugshow vom feinsten aufs Parkett zauberte: AP-5 mit 3er-Bank direkt neben den Asti und genauso direkt aus der Range der Bombe, Wedge mit Tallon-Roll auch um  Millimeter sowohl einem Bump und Bombenschaden entgangen –

Chapeau!

Emon kam derweil durch das Astifeld in den Kampf, leider so, dass Cornerback seine ganze Staffel auf ihn hätte ausrichten können – was er in der Folge richtigerweise auch tat. Nur neigte sich die Spielzeit schon langsam dem Ende. Die Rebellen konnten Emon dank guter Würfel in zwei Schussrunden ziemlich zu setzen, der konnte im Gegenzug leider nur mit seinen Bomben Schaden durchbringen. So kam es zum Showdown in der letzten Spielrunde: Boba war außen vor, könnte und konnte schließlich nur noch einen voraussichtlich belanglosen Schuss auf einen vollen AP-5 anbringen. Emon sah sich von Z´s umringt in der Spielfeldecke und auf nur noch vier Hülle von vier Z umringt, Wedge im Hintergrund auf Range 3. Spielstand war zu dieser Zeit 49 Punkte durch den halben Emon für Jan und 40 Punkte (je halber Wedge und Z) für mich. Der Plan konnte – da von Boba nichts zu erwarten war – also nur lauten, dass Emon irgendwie überleben muss und mit Schuss und/oder Bombe genug Schaden bei einem der umstehenden Z macht.

Letzteres sollte nicht das Problem sein…

das Überleben bereitete mir kurz Kopfzerbrechen. Meine Entscheidung für die harte 1er-Kurve in die letzte Ecke des Spielfeldes sollte sich als goldrichtig erweisen, da Cornerback alles darauf ausrichtete, dass ich nach innen abdrehen würde um dann mit Boost oder Reinforce den Schadensoutput genug zu minimieren. So hatte nur noch Wedge einen Range 3 Schuss, der zum Glück keinen Crit brachte und Emon auf einer Hülle überleben ließ. (Durch die 1er-Ecke bin ich glücklicherweise in den einen Z gebumpt, der ansonsten nach K-Turn hätte gerade so noch hätte schiessen können). Die letzte Protonenbombe brachte zum Glück genau den benötigten Schaden, um einen der Z auf halbe Punkte zu bringen. Die zweite Gewinnmöglichkeit, mit einem unmodifizierten Range 1 Schuss auf den, ebenfalls tokenlosen, Lt. Blount einen Schaden durchzubringen, ging dann nämlich daneben.

So war’s das zweite spannende Ligaspiel mit einem erneut glücklichen (54 zu 49) Sieg.

05.03. Einmal xwinghipstern, bitte (Ligaspiel 1 vs spaceshuttle)

Mit der Trial-Saison vor der Tür und als großer Freund von PhilGCs Blog fiel meine Wahl für den Ligastart auf die kürzlich vom Hipster vorgestellte Doppel-Firespray Liste:

Meine Liste

Boba Fett (86)
Trickschuss (2)
Aufmerksamer Co-Pilot (8)
Protonenbomben (5)
Sklave I (2)

Emon Azzameen (76)
Trickschuss (2)
L3-37 (4)
Protonenbomben (5)
Andrasta (4)
Annäherungsminen (6)

Total: 200

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Auch mein Kontrahent führte eine Hyperspace-kompatible Liste (von der Ersten Ordnung) ins Feld:

Gegner Liste

„Quickdraw“ (45)
Bordschütze der Spezialeinheiten (10)
Verbesserte Schilde (6)

„Blackout“ (64)
Trickschuss (2)

Lieutenant Tavson (62)
Captain Phasma (5)
Kollisionssensor (6)

Total: 200

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Das Spiel

Asti-Feld bauen und Spieleröffnung liefen weitestgehend nach Plan

Das Feld bot „mir“ genug Platz zum Manövrieren (insbesondere um dem Feuerwinkel des Shuttles möglichst lange und oft auszuweichen) und sollte es gleichzeitig den gegnerischen Schiffen schwer genug machen, meinen Bomben dauerhaft zu entgehen.

Vor dem ersten Engagement hatte ich dann die Wahl, auf welches der beiden kleinen „Asse“ ich mich konzentriere (Beschuss des Shuttles kommt für mich in aller Regel nicht in Frage); meine Wahl fiel auf Quickdraw.

…in der Folge machte sich aber meine Unerfahrenheit mit der Liste bemerkbar

In der ersten Beschussrunde konnte ich Quickdraw nur eines seiner vier Schilde nehmen. Emon verlor im Gegenzug dafür die seinen komplett. Als Emon an der Reihe war hatte ich lange überlegt, trotz Fokus und aktivem L337 einfach gar nicht anzugreifen, um keinen Quickdraw-Rückschuss (welcher unmodifiziert war) zu riskieren. Die Entscheidung zugunsten des Schusses wurde dann natürlich prompt bestraft (1 Schaden vs 3 Hits in ge-L337-tete 3 Hits).

In der darauf folgenden Runde war dafür klar, dass Quickdraw eine von Emons Protonenbomben fressen musste. Was mir dabei allerdings weniger klar war, war, dass Emons Manöver das von Quickdraw erwartete (und dann auch ausgeführte Manöver) nicht blocken würde – klassisch verschätzt/verkackt. Das an dieser Stelle (einzig) richtige Manöver wäre nämlich – Block hin oder her – eh ein weiter Bogen ums Astifeld gewesen.

So stand Quickdraw dann als die Bombe hoch ging, zum Glück ohne Modifikationen, in der Flanke von Emon. Da sich Boba um die letzten Schilde von Quickdraw kümmern und der Rest von spaceshuttles Staffel nur bedingt ins Geschehen eingreifen konnte (Shuttle und Silencer waren auf eine andere Boba-Route eingestellt bzw. mussten diese einplanen), war der Spielstand aber immer noch recht ausgeglichen:

Bei mir: Boba fast voll, Emon „in der Hülle“
Beim Gegenüber: Quickdraw und Blackout ohne Schilde, Tavson voll

In den Folgerunden überlebte Emon dank der „Drohkulisse Bomben“, Bumps und vor allem mehr Glück als Verstand (spaceshuttle vergaß eine Zielerfassung, die Blackout seit einer der ersten Runden liegen hatte…was uns aber erst nach der Zuteilung des Schadens auf Emon aufgefallen war) lange genug, um Quickdraw mit einer Mine zu töten. Da Boba sich in der Zwischenzeit um Blackout kümmern konnte, ohne dabei groß Schaden zu nehmen (die vier Schilde waren am Ende weg), reichte es am Ende zu einem schmeichelhaften 127 zu 49. Ich war in den letzten Minuten nur mehr darauf bedacht, keinen Schuss von Tavson mehr abzubekommen.

Danke an spaceshuttle für das spannende Spiel und die (gewohnt) großartige Bewirtung.

BB-Spiele Star Wars X-Wing 2.0 Turnier Dezember 2018 – Interview

Interview von Matthias “kart0ffelk0pf”

Während sich an anderer Stelle die vermeintliche deutsche Elite das sauer verdiente Geld von windigen Turnierveranstaltern aus der Tasche ziehen ließ (hier im O-Ton), traf sich der harte Kern Südbayerns ein letztes Mal in 2018 in Rosenheim – zumindest diejenigen, die sowohl dem Winterwetter als auch dem Weihnachts-Hangover trotzten.

Wir konnten sowohl den Sieger als auch den einzig teilnehmenden First-Order Spieler für unser Interview gewinnen.

Danke an die beiden und Euch viel Spaß beim Lesen.

Interview mit
SWEN „DACRUZ“
(1. Platz)

Ziel  Titelverteidigung

Es ist Samstag 08:30h und Start in einen hoffentlich erfolgreichen Tag, jedoch ist jetzt schon klar das auch ein Sieg den Schmerz nicht lindern wird, der entstehen wird da unser Florian sein letztes X-Wing Turnier spielen wird, da leider sein neuer Job kaum Zeit für das Hobby lässt.

 

Was hast Du gespielt und wie hast Du abgeschnitten?

 

Spiel 1 gegen Peter aus Rosenheim

 

Peter meinte gleich am Anfang, dass es sein 4-5 Spiel seit 2.0 sei und er wenig Erfahrung hat.

 

Ein vermeintlich leichter Gegner, was sich aber ganz schnell als Gegenteil herausgestellt hatte.

Seine Liste Boba, Guri und Lando im Fluchtshuttle. Für meine Liste der absolute Horror, da seine Schiffe alle nach meinen Fliegen konnten und mit Koordinieren von Lando und Advanced Sensors von Guri – wirklich kein Spaß.

Da ich komplett vor ihm aufstellen musste, habe ich mich entschieden 2 meiner Phantoms links und 2 rechts aufzustellen, um flexibler auf seine Aufstellung reagieren zu können. Der erste Zug, zu 99% harmlos, entpuppte sich für mich schon zum fast Debakel.

Ich habe mich zum Abdrehen nach innen entschieden, da ich nicht auf ihn zufliegen wollte. Meine 2er harte Kurve nach innen hat Peter, mit Boost koordinieren und 3er Straight von Boba, gleich in Runde eins auf eines meiner Phantoms schießen lassen. Ich verliere die 2 wichtigen Schilde und ich sehe das Spiel bereits in die falsche Richtung laufen. Das Problem ist eigentlich jetzt schon, dass ich das beschädigte Phantom abziehen muss, um es nicht gleich zu verlieren; kann aber genau deswegen nur noch 3 Schiffe zum Angriff führen, was die Liste gleich so viel schlechter macht.

Die Runden drauf konnte ich meine Phantoms so platzieren das immer ein anderes das Feuer auf sich zog. Lando hatte ich komplett ignoriert und habe mich auf die 2 wichtige Damage Dealer konzentriert, wobei Guri das weichere – aber nicht einfachere – Ziel war. Mit Koordinieren und Advcanced Sensors war es immer schwierig für mich zu erahnen wo Guri am Ende stehen würde.

Nach einem wirklich harten und bis zur letzten Sekunde der 75 Minuten Spielzeit umkämpften Partie, ging ich dann mit Glück und ein paar richtigen Entscheidungen zum Schluss als Sieger von der Platte.

 

Spiel 2 gegen Arthur

 

Imperiale Alpha Strike Liste mit Bomber Rhymer, Vergelter Deathrain, Alpha Class Vynder und Lambda Shuttle Jendon.

Den Ini-Wurf habe ich gewonnen und Arthur musste komplett vor mir aufstellen. Bomber links, Rest rechts von mir.

Ich habe mich wieder verteilt aufgestellt um einfach abzuwarten wo er zuerst kommt.

Ich konnte seinen Bomber triggern und er ist zu forsch auf meine Phantoms zugeflogen, während seine restlichen Schiffe zu weit entfernt waren, um beim ersten Beschuss mitzuwirken. Genau das, was ich wollte, und so ging Ryhmer auch ohne mir einen Schaden zuzufügen.

Das einzig problematische für mich war, dass ich ins Astifeld fliegen musste, um diesen sicheren kill zu machen. Dementsprechend waren die nächsten Züge komplizierter zu planen, da das Enttarnen schwieriger wurde.

Deathrain und Vynder kamen nun angeflogen und konnten Ihre Torpedos abfeuern, meinen Gegenangriff konnte ich nicht kombiniert auf ein Schiff einstellen und so kam Vynder mit 2 HPS weg und Deathrain war auch im Hüllenbereich. Als das Shuttle auch noch da war, war es ein wilder Haufen Schiffe die hier und da natürlich gebumbed sind.

Nach auch wieder 75 Minuten konnte ich das Spiel für mich entscheiden.

 

Spiel 3 gegen den Lokal Matador Markus „Bumei“ 

 

Leider bockstarke Liste am Start mit 2 PS2 Bomber mit Raketensalve. Deathrain und Redline mit Protonen Torpedos, Bomben Schnickschnack schmarrn  🙂

Natürlich musste ich vor Deathrain und Redline aufstellen und fliegen was das ganze Spiel noch schwieriger gestaltet, da u.a. die Bombe 5 gerade aus nach meinem Enttarnen gelegt werden konnte und da schon in etwa klar war wo ich landen würde.

Meine Devise, so lange wie möglich auf max-Range zu bleiben und, wenn möglich, nicht von allen Schiffen gleichzeitig angreifbar.

Ist natürlich nicht dauerhaft möglich und ich musste irgendwann drauf.

Bomben und Torpedos sind mir um die Ohren geflogen und ich hatte ein paar Doppel Evades aus der Hand die mir das Leben leichter gemacht haben. Offensiv war es eher unterdurchschnittlich und wie es immer so ist, hat er genau da den Evade gewürfelt, wo ich Juke nicht einsetzen konnte. Und so kam zuerst Deathrain mit 2 HP weg und Redline mit 1 HP. Da hatte ich auch  schon 1 Phantom weniger und ein anderes stark beschädigt.

In den folgenden Runden verlor ich das zweite Phantom konnte aber Deathrain und Redline mitnehmen, musste aber die Hälfte eines weiteren Phantoms abgeben. Danach noch ein genialer Doppelblock von Markus aber zum Glück ohne zusätzliches Problem.

2 Phantoms gegen 2 Bomber die mit enttarnen natürlich einen riesen Vorteil hatten, war das Spiel soweit entschieden. Ich konnte kurz vor Schluss noch seine 2 Bomber zerstören und somit die heftige Alpha Strike Liste knacken.

 

Spiel 4 gegen Matthi „kartoffelkopf“ 

 

Schön, dass er extra von Nürnberg angereist ist. Aber eigentlich ein MUSS, als Squadrona Mitglied im Heimturnier mitzuwirken.

Und nach Regensburg, damals kleines Finale, war es wieder ein Aufeinandertreffen – dieses Mal mit Finalcharakter.  Eher selten zu sehen das eine 2 Schiff Liste in 2.0 vorne mitspielt, aber Matthi hat mit Boba und Guri nach Runde 3 die Führung mit sage und schreibe 2 Spielen 200 : 0. Also war Alarm angesagt. Beide Schiffe vollgepumpt mit Drogen, Schmuggelsachen und diversen Dingen die nicht Jugendfrei sind.

Matthi war sichtlich nervös, musste auch während dem Finale 2 mal zum Angstbisln und das war mein Vorteil im Spiel. Der erste Anflug war für mich genial, Boba und Guri aufgesplittet und ich konnte 3 Schiffe mit Evade und Fokus so positionieren das sie auf Boba 9 rote Würfel entgegen werfen konnten.

Nach der ersten Kampfphase waren die Schilde bei Boba weg und bei mir fehlte 1 Schild. 2 Runde konnte ich mit einem Phantom Boba blocken und wieder mit 3 auf ihn ballern. Aber mit mäßigem Erfolg, die roten Würfel wollten nicht so wie sein grünen mit Rerolls. 2 Schaden aus 10 roten Würfel mit Juke etc. Guri war mittlerweile auch da und so ging der Kampf erst so richtig los. Matthi musste Guri zweimal mit Advanced Sensors durch Astis fliegen lassen, um nicht in meiner Killbox zu landen. Super geflogen und für mich natürlich super schwer zu erahnen, da Guri eigentlich überall stehen kann nach seinem Zug.

Nach ein paar Beschussrunden war Boba auf 3 HP und Guri auf 2 HPs runter. Ich musste ein Phantom angeben und eines war in der Hülle. Leider bewegten wir uns ins unbeliebte Asti Feld und ich konnte nicht mehr so enttarnen wie ich wollte sondern musste. Sehr voraussehbar leider aber ich versuchte das maximale aus der Situation herauszuholen.

Dann kam eine Situation wo Guri mit 1 HP und einer 4 gerade aus sich aus der Affäre hätte ziehen können, aber Matthi meinte die 1er hart wäre besser. Er konnte mir zwar das zweite Phantom von der Platte nehmen, aber meine beiden anderen Phantoms haben Guri um den letzten HP erleichtert. So stand 5 Minuten vor Schluss der halbe Boba gegen ein halbes und volles Phantom. Da die Zeit aber knapp war hatte auch ein genialer Move von Matthi nicht mehr die Wende bringen können.

Das bedeutete nach wieder mal 75 harten Minuten den Sieg und somit den Turniergewinn.

 

Turnier Fazit

 

Alle 4 Spiele waren der absolute brain-fuck-up, aber dieses Mal konnte ich alle 4 Spiele mit dieser Liste gewinnen und somit meinen Rosenheim-Titel verteidigen, genialer Abschluss für 2019.

2.0 scheint mir viel mehr zu liegen als 1.0. Die Turnierstatistik bis dato, 5 Turniere, dabei zweimal Erster,  einmal Zweiter und zweimal Dritter. Insgesamt 21 Spiele davon 18 gewonnen und 3 verloren. Mit 2 verschiedenen Listen bin ich enorm Stolz und denke an Rücktritt…

man soll aufhören, wenn‘s am schönsten ist

… aber das ist dann doch nicht so einfach, weil‘s eben doch scheiß viel Spaß macht  😀

Von daher freu ich mich aufs nächste Turnier in 2019!

 

Welches Schiff war am heutigen Tag Dein MVP (bzw. welche Momente aus den vier Runden sind Dir noch besonders in Erinnerung)?

 

Schwierig zu sagen, mal blau, mal grün, mal gelb und oder rot.  😆

TIE Phantom mit Juke ist schon recht stark und macht mir sehr viel Spaß. Kann aber auch ganz schnell von der Platte gehen

 

Anstehende Punkteanpassung: Wenn Du eine Sache anpassen könntest, was & wie würdest Du ändern?

 

Also eine Anpassung reicht nicht, und sich da zu entscheiden ist schwierig.

  • Definitiv müssen der Vergelter und Bomber teurer werden. Um wieviel Punkte, kann ich nicht pauschal sagen.
  • Han Solo Gunner 4 Punkte ist ein Scherz, denke 8 bis 10 Punkte wären ok.
  • Evtl. sollten die 4-Würfel-Waffen alle ein wenig teurer werden, 2 bis 3 Punkte wären schon ok.

…und dann gibt es hier und da noch einige Sachen, würde aber jetzt zu lange dauern.

 

Welle 2 brachte zwei neue Fraktionen: First Order oder Resistance, aka Kylo oder Poe (oder gar Rey)? Auf welcher Seite stehst Du?

Habe ich mir mal angeschaut, aber zu wenig Zeit um wirklich ins Detail zu gehen. Denke aber, dass Poe und Rey nicht mehr so stark wie in 1.0 sind, und auch recht teuer. Der Bomber ist auch zu teuer meiner Meinung nach.

First Order hat da schon mehr aufzubieten;

und Manuel hat uns schon gezeigt, was FO kann. Mit ein wenig mehr Spielen bzw. Übung mit seiner Liste, hätte er das Turnier hier auch gewinnen können.

 

Vielen Dank für das Interview und Glückwunsch für den 1. Platz!

Interview mit
Manuel „The Only 117“
(7. Platz)
Was hast Du gespielt und wie hast Du abgeschnitten?

 

Ich habe mal die erste Gelegenheit genutzt auf einem Turnier First order auszuprobieren.

Da ich noch nicht soooo wirklich viel Turnier Erfahrung aufweisen kann, ist es für mich unerlässlich, eine ausgereifte Liste auf die Spielmatte zu bringen.

Ich habe mich für eine klassische Drei-Schiff-Liste mit einem Shuttle und zwei Aces entschieden.

Als soliden Anfang habe ich mir ein Shuttle überlegt, das möglichst lange überlebt und dafür trotzdem einen beachtlichen Schadensoutput aufweisen kann. Und wie könnte das besser gehen, als einem Schiff mit 4 Attack Dice und 5 möglichen Aktionen, die Möglichkeit zu geben mehrere Aktionen in einer Runde durchzuführen? Tavson kann somit mit Reinforce relativ lange leben und ist gleichzeitig zu stark, um Ihn einfach zu ignorieren.

Die zweite Wahl fiel auf einen 1.0 Veteran … Quickdraw.
Er kommt zwar nicht mehr an seine alte Form, ist aber mit 57 Punkten relativ billig und kann mit Fanatical auch noch nach dem Verlust seiner Schilde solide austeilen.

Blackout ist mit Trick Shot und einem Protonen Torpedo ein Killer. Er ist sehr manövrierfähig und kann sich mit seinen Autothrusters und dem Coordinate von Tavson auch gut Repositionieren, um diese auch los zu werden.

Bei den Ersten beiden Runden war ich relativ zufrieden. Ich hab sogar geschafft den Benedikt zu schlagen,

etwas das mir jetzt nicht gerade täglich gelingt.

Danach ging es mit Boba – Guri gegen einen 2.0 Klassiker, der mir schon in der Münchner Liga das Leben schwer gemacht hat. In den letzten Minuten ließ leider meine Konzentration nach, weswegen ich vergaß mein Turret auf QD zu drehen, dementsprechend nicht Schießen und nicht den entscheidenden Treffer auf Guri anbringen konnte.

Das letzte Spiel ging gegen eine massive imperiale Alpha Strike Liste, die sich mit brachialer Gewalt durch meine Schiffe gefräst hat und auch für Tavson einfach zu stark war

da muss ich noch mal an meinem Anflug feilen!

Insgesamt leider „nur“ ein 7. von 14 Plätzen.

 

Welches Schiff war am heutigen Tag Dein MVP bzw. welche Momente aus den vier Runden sind Dir noch besonders in Erinnerung?

 

Da gab es zwei Momente…

Der Eine bestand in einem Torpedo Schuss von Blackout nach Repositioning durch Hindernis auf 4-Lom. 1 Agility +1 für den Asti, -2 von Blackout und +1 Attack für Trick Shot bedeuten 5 Attack Dice vs. 0 Defense… Einfach nur schön  😉

Der zweite Bestand in dem vollen Ausschöpfen von Tavsons Potenzial. Mit Reinforce gegen zwei Gegner verteidigt, dabei jeweils einen Schaden kassiert, Fokus und TL genommen, um sich dann voll modifiziert in Range 1 revanchiert.

 

Anstehende Punkteanpassung: Wenn Du eine Sache anpassen könntest, was & wie würdest Du ändern?

 

Ich werde mit Sicherheit zukünftig die jeweiligen Schiffe in anderen Listen verbauen, sehe allerdings in dieser Liste keine größeren Veränderungsmöglichkeiten mit Potenzial, abgesehen davon den Torpedo wegzulassen.

Und dafür ist er einfach zu schön 🙂

 

Welle 2 brachte zwei neue Fraktionen: First Order oder Resistance, aka Kylo oder Poe (oder gar Rey)? Auf welcher Seite stehst Du?

 

Da ich in 1.0 schon ein Imperium und First Order Spieler war, habe ich in 2.0 daran erst einmal keine Änderung vorgenommen und es bisher auch nicht bereut.

 

Danke das Du Dir die Zeit genommen hast und Glückwunsch zu deiner Platzierung!

5. TTCR X-Wing Turnier Regensburg – Quick Questions & Answers (Teil 2)

Interview von Matthias “kart0ffelk0pf”

Im Nachgang zum Turnier vom 17.11.18 in Regensburg konnte ich mir einige der Teilnehmer schnappen und überreden, der Squadrona für eine etwas andere Form des Turnierberichts Rede und Antwort zu stehen.

Wie im ersten Teil angekündigt, erfahrt Ihr im heutigen zweiten Teil, wie die Squadrona in Regensburg abgeschnitten hat.

Vielen Dank, an all die Jungs, die sich die Zeit für uns und unsere Fragen genommen haben und allen anderen viel Spaß beim Lesen!

Interview mit
Benedikt „machkaputt“ L.
(Imperium / 8. Platz)

Was hast Du heute gespielt und warum hast Du Dich für genau diese Liste entschieden?

Whisper (Vader / Finte), Redline (Traj Simulator / Protonentorpedos / Protonenbomben / Seismische Bomben), Soontir (Jagdinstinkt).

Whisper und Redline gehören aufgrund ihrer Fähigkeiten und Punktkosten derzeit zu den stärksten Schiffen. Bisher hatte ich anstelle von Soontir Deathrain in der Staffel.

Dieses Mal wollte ich aber dem Baron eine Chance geben.

Außerdem macht das Fliegen von Assen einfach Spaß; für mich ein bedeutender Teil von X-Wing.

Wie hast Du heute abgeschnitten und welches waren Deine besten und/oder schlechtesten Momente im Turnierverlauf?

3:2; trotz dem starken Teilnehmerfeld unter meinen Erwartungen.

Mein schlechtester Moment:

Mein zweites Spiel gegen 4 B-Wings plus 1 Z-95. Ein sehr schlechtes Matchup für meine Staffel, das keinerlei Spielfehler verzeiht und nicht besonders viel Spaß macht. Zwei entscheidende Spielfehler haben dann entsprechend zu meiner ersten Niederlage geführt.

Mein bester Moment:

Das darauffolgende Spiel gegen Jan, einem X-Wing-Neuling aus Erlangen. Ich finde es sehr schön zu sehen, dass 2.0 tatsächlich neue Spieler anzieht. Zudem war Jan ein sehr angenehmer Gegner, der vollste Fassung bewahrt hat, obwohl Whisper, Redline und Soontir ihren geballten Frust aus dem vorangegangenen Spiel an seinen Schiffen ausgelassen haben.

Welche gegnerische Liste hat Dich heute am meisten begeistert bzw. war aus Deiner Sicht am interessantesten?

Die Liste meines Gegners, Fabian, im fünften Spiel: Wedge (Schwarmtaktik, Protonentorpedos), Braylen (Electronic Baffle), Jan Ors (Titel) und AP-5.

Auf dem Papier war die Staffel zuerst weniger furchteinflößend.

Als dann aber Wedge und Braylen mehrmals auf Ini 6 vier, vollmodifizierte rote Würfel warfen, musste ich meinen ersten Eindruck verwerfen. Der Schadens-Output der Liste war konstant hoch, die Action-Ökonomie sehr solide und gleichzeitig waren die Schiffe robust und einfach zu fliegen.

„Rebellen sind die Verlierer von 2.0.“ ist ein gern geäußertes erstes Zwischenfazit seit der Konvertierung. Kann man das so stehen lassen?

Auf keinen Fall.

Ein erstes 2.0-Meta mit imperialen 3-Schiff-Listen (Whisper, Punisher plus x, o.ä.) kommt 4- oder 5-Schiff-Listen sehr entgegen. Aufgrund der Kostenstruktur sind imperiale Listen fast immer im Zugzwang, ein Schiff des Gegners mehr abzuschießen, sobald man ein eigenes verloren hat.
Scum hat ebenfalls solide 4-Schiff-Listen mit einer großen Trickkiste.

Rebellenlisten können das jedoch durch einen höheren Schadens-Output ausgleichen.

Große Schiffe scheinen in der aktuellen Turnierumgebung quasi unspielbar zu sein. Kann und sollte FFG da einschreiten (und wenn ja, wie)?

Große Schiffe sind derzeit zu teuer und nehmen deshalb zu viel Platz in der eigenen Liste. Ihr Schadens-Output ist einfach zu gering, um mit anderen Listen mithalten zu können.

Wenn die derzeit starken, kleinen Schiffe in Zukunft teurer werden, könnten große Schiffe wieder an Bedeutung gewinnen.


Interview mit
Matthias „kartoffelkopf“ Wagner
(Abschaum / 7. Platz)

Was hast Du heute gespielt und warum hast Du Dich für genau diese Liste entschieden?

Da mich keiner meiner Kollegen über die teaminterne Absprache informiert hat, dass Redline zwingend zu spielen ist, habe ich mich für eine

Scum-Liste mit Fenn (Fearless), 4-LOM (Titel, Advanced Sensors) und Palob (Titel, Trick Shot, L3-37, Proton Bombs) entschieden.

…liegt aber auch daran, dass ich seit 2.0 fast ausschließlich diese Fraktion spiele und zudem 4-LOM und Palob für aktuell zwei der „nervigsten“ Piloten im Spiel erachte (dazu noch in Schiffen mit einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis).

Fenn passt dann einfach noch – von den Punkten und in seiner Funktion Lategame-Ass – gut dazu.

Wie hast Du heute abgeschnitten und welches waren Deine besten und/oder schlechtesten Momente im Turnierverlauf?

Ich bin am Ende mit 3:2 auf dem 7. Platz gelandet.

Einen klaren „besten Moment“ kann ich im Grunde gar nicht benennen. Das letzte Spiel (ums Stockerl) gegen Swen „DaCruz“ fand ich als Ganzes recht interessant und spannend. Swen führte eine unkonventionelle 5-Schiff Rebellen Liste ins Feld. Diese sieht auf dem Papier recht unscheinbar aus, ist aber – gerade in Händen eines kompetenten Spielers wie Swen – echt richtig gut.

Am Ende habe ich dann das „kleine Finale“ dann knapp verloren; mir fehlte je ein Schaden auf einem der beiden letzten verbleibenden Rebellenschiffe. Das Momentum schwappte aber das komplette Spiel über hin und her. Swen würfelte bei drei RW1-Angriffen mit jeweils vier Roten „nix“, Palobs erste Bombe verfehlt ein Schiff auf einer Hülle um Haaresbreite (aka Schiffsnubsis) und später dann kassierte Palob einen totbringenden Direct-Hit bevor er seine zweite Bombe in aussichtsreicher Position hätte platzieren können. Aber alles in allem ein verdienter Sieg für Swen; und vor allem ein würdiger Abschluss des Turniertages.

Da ich fünf sehr angenehme Runden hatte, ist mein „schlechtester Moment“ außerhalb des Spiels, genauer gesagt noch vor Beginn des Turniers, zu finden:

Neben dem eingangs erwähnten Fauxpas bei der Listenwahl, habe ich auch noch eine grobe Dress-Code Violation hingelegt, so dass ich scheinbar bis auf weiteres auf Bewährung unter der  SQUADRONA-Flagge spiele.

 

Welche gegnerische Liste hat Dich heute am meisten begeistert bzw. war aus Deiner Sicht am interessantesten?

Es waren einige „schöne“ Listen am Start, aber hier muss ich ganz klar Swens Eigenkreation nennen, da ich diese auch live in Aktion erleben durfte.

Zwei Z-95 und je ein Sheatipede, Attack Shuttle und ARC sehen auf den erstmal harmlos aus, wenn dann aber der eine Z Runde um Runde voll-modifiziert mit drei oder vier Angriffswürfeln herumballert und Norra im ARC ebenso wütet und dabei noch beim Verteidigen Ihren Auto-Evade hinlegt, ist Schluss mit Lustig…von der generellen, bei Rebellen gewohnten, Action-Economy dank AP-5 und Cracken ganz zu schweigen.

„Rebellen sind die Verlierer von 2.0.“ ist ein gern geäußertes erstes Zwischenfazit seit der Konvertierung. Kann man das so stehen lassen?

Klares Nein.

Rebellen sind aber m.E. die eine Fraktion, bei der erst jetzt so langsam die wirklich starken Listen (ent)stehen. Am Anfang gab es ja überwiegend den 3-Schiff Alpha Strike und diverse 3er X-Wing Varianten.

Inzwischen (im „Kleinen“ hier in Regensburg, im „Großen“ u.a. die Nordics-Siegerliste) sieht man aber auch viele Listen mit vier oder mehr Schiffen. Hier zeigt sich auch sehr schön, dass es in 2.0 wohl erfolgsversprechender ist, die Upgrade-Slots nur spärlich zu nutzen und dafür lieber mehr (oder „stärkere“) Schiffe einzubauen.

Große Schiffe scheinen in der aktuellen Turnierumgebung quasi unspielbar zu sein. Kann und sollte FFG da einschreiten (und wenn ja, wie)?

Zumindest die bisherigen Turniere deuten darauf hin, dass die großen Schiffe zu teuer geraten sind oder zumindest, dass irgendwas nicht stimmt.

Mit Ausnahme von vereinzelten Lambda-Shuttles und dem ein oder anderen Scum-Falken – also den beiden (mit Abstand) günstigsten „Großen“ – sieht man ja kaum solche Schiffe auf der Platte.

Ich glaube aber, eine mögliche bzw. anstehende Anpassung ist eine ziemliche Gradwanderung. Han, Lando oder Dash bei den Rebellen beispielsweise fehlt nicht viel, um sie von unspielbare in richtig gute Turnierschiffe zu verwandeln.

Wir können gespannt sein, ob und gegebenenfalls was FFG ausheckt, um dieses „Problem“ zu beheben.

An dieser Stelle würde ich gerne mal erwähnen, dass FFG die Umstellung auf 2.0 im Großen und Ganzen (sehr?) gut umgesetzt hat.


Interview mit
Matthias „Darth Ace“ Konrad
(Imperium / 2. Platz)

Was hast Du heute gespielt und warum hast Du Dich für genau diese Liste entschieden?

Ich habe eine imperiale Liste gespielt, bestehend aus Whisper, Redline und Deathrain.

Hier die genaue Liste:

Whisper — Juke, Darth Vader
Redline — Trajectory Simulator, Proton Torpedoes, Proton Bombs, Ablative Plating
Deathrain — Trajectory Simulator, Barrage Rockets, Proton Bombs, Seismic Charges, Ablative Plating

Zum einen, weil das Imperium von den aktuellen drei Fraktionen meine Lieblingsfraktion ist. Zum anderen natürlich, weil ich denke, dass das eine verdammt starke Liste ist.

Die beiden named Punisher sind für das was sie können extrem günstig. Was mir besonders an ihnen gefällt ist, dass sie sehr vielseitig sind. Sie haben beide prinzipiell Zugriff auf zwei Aktionen pro Runde. Man ist dank Barrel Roll und/oder Boost durchaus mobil, falls es nötig sein sollte. Sie können dank ihrer Bomben inklusive Trajectory große Teile vom Spielfeld bedrohen. Damit hat man ein effektives Mittel sowohl gegen Schwärme als auch gegen Asse. Und hoher “Burst Damage” gegen Einzelziele ist dank der Torpedos und Raketen auch möglich. Am meisten Spaß macht mir Deathrains Aktion in der Systemphase – die macht das Schiff so verdammt flexibel.

Ein klassisches Ass bzw. Endgame-Schiff wollte ich dann auch noch in der Liste haben.

Hier ist Whisper, denke ich, zurzeit eine der stärksten Optionen.

Dank Cloak ist man durchaus mobil, aber im Gegensatz zu vielen anderen Assen kann man auch mal langsam fliegen. Die automatisch generierten EvadeToken + Juke + Vader stellen eine gute Synergie dar. Dank potenziellem Doppel-Evade ist man im Gegensatz zu anderen Assen auch einen Tick resistenter gegenüber kalten grünen Würfeln. Whisper hat jedenfalls das Potenzial das Endgame gegen mehrere gegnerische Schiffe zu gewinnen.

Wie hast Du heute abgeschnitten und welches waren Deine besten und/oder schlechtesten Momente im Turnierverlauf?

Ich habe 4:1 gespielt und bin Zweiter geworden.

An einen mit Abstand besten Moment kann ich mich eigentlich nicht erinnern.

Generell bin ich mit meinen Anflügen in den Spielen gegen Steffen “Steka” und Fabian “Pekebu” sehr zufrieden. Hier hatte ich das Gefühl, dass ich mir schon durch meine Manöverwahl im Anflug einen extremen Vorteil erspielt hatte. Auch mit dem Endgame im Spiel gegen Swen “DaCruz” bin ich zufrieden. Anstatt meine Whisper gegen seine Norra (ich musste zuerst fliegen) mit irgendwelchen riskanten Manövern zu gefährden, habe ich das cool und risikolos runtergespielt.

Mein schlechtester Moment ist ganz klar:

Mein geistiger Aussetzer der mir im Finalspiel gegen Daniel “Herbstrabe” unterlaufen ist. Nachdem Daniel im ganzen Spiel (zumindest war das meine subjektive Wahrnehmung) diverse überdurchschnittliche Würfe hingelegt hat, hat er zwei Schüsse auf Whisper. Er würfelt wieder überdurchschnittlich und ich blanke beide Male mit meinen grünen Würfeln. Meine Whisper geht von ehemals voll auf eine Hülle runter, wodurch sich meine Siegchancen in kurzer Zeit deutlich reduziert haben. In diesem Moment läuft bei mir das Fass über und mein persönlicher Pinguin springt hervor. Wer das jetzt nicht versteht, dem lege ich den Artikel von Bene “Machkaputt” auf unserer Seite zu Herzen (siehe: Fürchte den Pinguin – zerstörerische Psychologie im kompetitiven Brettspiel). Um es kurz zu sagen, anstatt mich zusammenzureißen und weiter konzentriert zu spielen, hadere ich mit dem Schicksal. Anstatt eines halbwegs sicheren “Disengage”-Manövers, fliege ich mit Whisper in der nächsten Runde ein Kamikaze-Manöver und verliere sie zu Recht. Da war das Spiel dann endgültig gelaufen.

Welche gegnerische Liste hat Dich heute am meisten begeistert bzw. war aus Deiner Sicht am interessantesten?

Am meisten hat mich Steka’s Liste begeistert.

Er hat 4-LOM und 3 Fang Fighter gespielt. Nicht in der Hinsicht, dass es eine außerordentlich starke Turnierliste wäre. Sondern eher, weil er mit einer so skill-intensiven Liste angetreten ist. Fang Fighter können schon relativ zerbrechlich sein und bei gleich 3 davon muss man schon extrem konzentriert spielen, um keinen von ihnen leichtsinnig zu verlieren. Außerdem ist 4-LOM mit Advanced Sensors ein sehr spannendes Schiff, das einem sehr viele taktische Optionen lässt.

Am meisten beeindruckt hat mich aber definitiv Daniels Liste.

Er hat 4 B-Wings + einen Z-95 gespielt, kurz “4BZ”. Mit “beeindruckt” meine ich nicht, dass ich denke, dass die Liste besonders kreativ ist oder dass es übermäßigen Spaß machen würde gegen sie zu spielen. Beeindruckt hat mich die eiskalte Effizienz dieser Liste. Vor allem habe ich unterschätzt wie gut die Liste wieder unter 2.0 Bedingungen geworden ist.

Die Liste setzt stumpf auf Zahlen, ohne jeden weiteren Schnickschnack. Mit 14 roten Würfeln kann die Liste eine Menge Schaden austeilen. Mit insgesamt 36 Hitpoints hat sie mehr Hitpoints als die meisten anderen Listen. Dass davon die Hälfte Schilde sind, macht sie besonders widerstandsfähig gegen Crits. In dieser Hinsicht ist sie vielen anderen “Effizienz-Listen” überlegen, z.B. imperialen Bombern die man gut mit Protonenbomben bekämpfen kann. Zudem haben die B-Wings stark von der Einführung der Linked-Action profitiert. Durch die Kombination von Fokus und Barrel Roll sind sie deutlich mobiler/flexibler als früher, bei gleichem Schadensoutput.

Was die Liste außerdem zu einer besonders effektiven Turnierliste macht ist, dass sie sehr resistent gegenüber Spielfehlern ist. Man kann sich einfach mehr Fehler erlauben als bei den meisten anderen Listen (vor allem natürlich im Vergleich zu Assen) ohne, dass es in der Regel spielentscheidende Konsequenzen hätte. Vor allem bei langen Turnieren ist das ein deutlicher Vorteil, da jedem Spieler fast zwangsweise irgendwann einmal ein Fehler unterlaufen wird.

Im aktuellen Umfeld ist die Liste stark, weil es, meiner Meinung nach, viel weniger “Hard Counter” gibt als früher. In Edition 1.0 hatten beispielsweise Asse oder vor allem mobile Schiffe mit 360°-Feuerwinkel gute Chancen gegen 4BZ. Asse sind in 2.0 viel instabiler und somit glücksabhängiger geworden. Klar, in einer optimalen Welt fliegt ein Ass immer so, dass es gar nicht erst beschossen werden kann. Aber in Realität ist es bei den ganzen Feuerwinkeln fast unmöglich dauerhaft aus allen Winkeln draußen zu bleiben. Früher oder später fängt man sich dann doch einen Schuss ein und dann können schnell die halben Punkte oder, bei ganz kalten grünen Würfeln, direkt das ganze Ass weg sein.

Über mobile Schiffe mit 360°-Feuerwinkel brauchen wir in 2.0 nicht reden …

„Rebellen sind die Verlierer von 2.0.“ ist ein gern geäußertes erstes Zwischenfazit seit der Konvertierung. Kann man das so stehen lassen?

Das würde ich so nicht unterschreiben.

Ich denke, dass Rebellen zurzeit durchaus im kompetitiven Umfeld mitspielen können. Natürlich funktionieren bei ihnen nicht unbedingt die gleichen Listen-Archetypen wie beim Imperium oder Scum. Es mag auch sein, dass bei ihnen zurzeit nur wenige Archetypen besonders gut sind.

Generell sollten Rebellen aber auch nicht jeden Archetyp besonders gut spielen können. Das gleiche gilt natürlich für alle anderen Fraktionen auch. Eine erkennbare “Faction-Identity” macht das Spiel für mich interessanter.

Mit folgenden Listen-Archetypen können Rebellen, meiner Meinung nach, zurzeit auf jeden Fall kompetitiv oben mitspielen:

  • “Effizienz”-Listen (das hat Daniel ja eindrucksvoll bei diesem Turnier bewiesen)
  • Listen mit vielen Elementen die sich gegenseitig unterstützen/synergieren (darunter zähle ich u.a. die Liste von Swen “DaCruz”; er hat damit vor ein paar Wochen das, ebenfalls gut besetzte, Turnier in Rosenheim gewonnen)
  • Torpedo- bzw. First-Strike-Listen (z.B. Wedge mit Schwarmtaktik + andere Schiffe mit Protonentorpedos)

Noch ein allgemeiner Punkt:

Ich glaube positive Rückkopplungseffekte beeinflussen oft stark wie die Community die Fraktionen bzw. einzelne Listen wahrnimmt. Was ich damit meine, will ich kurz beispielhaft erläutern: Nehmen wir an ein Spieler gewinnt mit einer guten (aber nicht übermächtigen) Liste ein großes Turnier. Die Videos der Spiele werden im Internet veröffentlicht.

Jetzt werden natürlich viele Spieler diese Liste kopieren und selbst auf Turnieren spielen.

Dadurch steigt die Chance, dass weitere Turniere mit dieser Liste gewonnen werden. Es spricht sich herum, dass weitere Turniere mit der Liste gewonnen wurden und folglich wird die Liste noch häufiger gespielt. Und so weiter.

Die Liste (bzw. Fraktion) wirkt auf einmal viel stärker, als sie es eigentlich ist.

Große Schiffe scheinen in der aktuellen Turnierumgebung quasi unspielbar zu sein. Kann und sollte FFG da einschreiten (und wenn ja, wie)?

Wenn wenigstens das ein oder andere große Schiff kompetitiv spielbar wäre, gäbe es vermutlich eine größere Listenvielfalt und man könnte potenziell andere Listen-Archetypen auf Turnieren sehen.

Von daher würde ich es begrüßen, wenn FFG da einschreiten würde. Das “wie” ist eigentlich relativ klar.

Meiner Meinung nach lassen sich über die Punktkosten generell so gut wie alle Probleme lösen. Das gilt auch für die Spielbarkeit von großen Schiffen. Punktkostenanpassungen sind zwar nicht besonders kreativ und spannend, aber dafür können sie ohne große Umstände implementiert werden. Genau das war ja auch eine der Kernideen die FFG für Edition 2.0 hatte.

5. TTCR X-Wing Turnier Regensburg – Quick Questions & Answers (Teil 1)

Interview von Matthias “kart0ffelk0pf”

Im Nachgang zum Turnier vom 17.11.18 in Regensburg konnte ich mir einige der Teilnehmer schnappen und überreden, der Squadrona für eine etwas andere Form des Turnierberichts Rede und Antwort zu stehen.

Im ersten Teil  gibt es neben den Siegerinterviews mit dem Erst- und Drittplatzierten (Ehre, wem Ehre gebührt),  auch O-Töne des amtierenden Deutschen Meisters.

Im zweiten Teil erfahrt Ihr dann, wie sich die teilnehmenden Squadronisten geschlagen haben.

Vielen Dank, an all die Jungs, die sich die Zeit für uns und unsere Fragen genommen haben und allen anderen viel Spaß beim Lesen!

Interview mit
Daniel „Herbstrabe“ B.
(Rebellen / 1. Platz)

Was hast Du heute gespielt und warum hast Du Dich für genau diese Liste entschieden?

Um etwas auszuholen:

Ich hatte viele Theorien, was in 2.0 schlecht ist. Zudem bin ich ein ziemlicher Schwarzseher. Wie zu erwarten, haben einige meiner Theorien nicht gehalten

(Niemand wird „named pilots“ spielen hurr durr…),

aber andere haben sich als wahr erwiesen. Viele Schiffe sind gut. Joust ist der stärkste Archetyp. Dies ist für Rebellen nochmal mehr Realität, als für die andern (bisher) 2 Fraktionen. Da ich in 2.0 zurzeit nur Rebellen spiele, habe ich also nicht die breite Auswahl.

Vor Beginn des Turniers hatte ich zwei Joust-Listen, die im Training gute Erfolge erzielt haben. Zum einen war das ein bunter Haufen aus bunt zusammengewürfelten Initiativen und Schiffstypen, zum andern ein alter Favorit von mir:

BBBBZ (oder 4BZ für Kumpels).

Beide Listen waren in 7 Spielen ungeschlagen. Beide Listen erfüllen meinen inneren Drang, die 1-Gerade einzustellen und bei beiden Listen sind Ergebnisse auf grünen Würfeln optional. Letztendlich habe ich mich für die B Wings entschieden, da ich zwei der Dials und Pilotenkarten nur als Leihgabe habe (Danke Rolf!) und es fraglich ist, wie lange ich die Liste fliegen kann.

Bei der Liste gibt es wenig Flexibilität. Im Gegensatz zur 1.0-Version bleiben nach den vier nackten Blue Squadron Pilots jedoch 32p übrig, mit denen man arbeiten kann. Früher passte noch glatt der Bandit Pilot rein, was eine elegante Liste mit 5 Schiffen ohne Upgrades und durchweg Pilot Skill 2 ergab. Die Optionen in 2.0 sind etwas vielfältiger. Zum einen wäre da Lt. Blount. Mit 30p bringt er für einen Z95 eine hohe Feuerkraft mit, wenn ein freundliches Schiff in Range 1 zum Ziel ist. Der Nachteil ist, dass er eine andere Initiative als die B Wings hat. Option 2, die ich bedacht habe, war AP5. B Wings koordinieren macht lustige Dinge. Actions auf einem Schiff konzentrieren bringt allerdings mehr, wenn das Schiff es auch wert ist.

Meine Entscheidung fiel letzten Endes auf den Tala Squadron Pilot. Bei gleicher Initiative wie die B Wings bleiben 7p für Ausrüstung. Das erlaubt mir, Flugkunst mitzunehmen. Wenn ich mir in der Urversion der Liste eins gewünscht habe, dann eine Barrel Roll auf dem Z95. Als dedizierter Blocker ist diese unglaublich wertvoll. Da 5p für die Player Order in der Liste immer noch unnötig sind, gabs dann für den Z noch eine Homing Missile. In allen Spielen mit der Liste wurde sie nur einige Male abgefeuert. Dennoch denke ich, dass es wichtig ist, sie dabei zu haben. Gegen Aces wird der Z95 durch sie zu einer realen Gefahr. Kümmert sich der Gegner zuerst um den Headhunter, bleibt mehr Zeit für die B Wings in Position zu kommen und zu arbeiten.“

Wie hast Du heute abgeschnitten und welches waren Deine besten und/oder schlechtesten Momente im Turnierverlauf?

Vor dem Turnier stand die Liste 7:0. Jetzt steht sie bei 12:0 und ich bin stolzer Besitzer eines Pokals.

Der beste Moment war, als ich im Finale die Whisper/Redline/Deathrain-Liste geschlagen habe, die obendrein auch noch von einem der besten Spieler aus München gespielt wurde. Im Vorfeld habe ich mir unglaubliche Horrorszenarien ausgemalt (Siehe oben: Schwarzseher), wie sehr diese Liste mich zerpflückt. Dann lief alles deutlich anders als erwartet. Mein gesplitteter Anflug, welchen ich bisher in 2.0 noch nicht in Realsituation auf der Platte ausführen musste, funktionierte weitgehend. Das verhinderte massive Bombenschäden. Später im Spielverlauf habe ich im richtigen Moment auf Whisper eingedreht. Im selben Zug haben mich dann noch die Würfelgötter belohnt und mir zwei gute Angriffe beschert und Whisper hat aus 4 Würfeln keine Evade geholt. Beide Ausweichmarker mussten herhalten um sie zu retten, wodurch der recloak verhindert wurde. Das war der Punkt, an dem das harte, ausgeglichene Spiel für meinen Gegner nur noch schwer zu gewinnen war.

Der schlechteste Moment war in Spiel 3. Ich durfte mal wieder gegen einen Gegner ran, dem ich recht häufig in Turnieren gegenüberstehe. Bereits 2015 auf der deutschen Meisterschaft hatten wir die Ehre, wo ich sogar die gleiche Liste flog. Normalerweise sind die Spiele immer sehr spannend, da wir gegenseitig unsere Spielstile recht gut kennen. Leider war es dieses Mal ein kurzes Vergnügen, da Meinem Gegner früh zwei Fehler unterliefen, die ihn zwei seiner drei Schiffe im Austausch gegen den Z95 kosteten. 4 frische B Wings sind dann doch zu viel, selbst für einen Defender. So wurde aus einem Pairing, dass sonst sehr knappe, spannende Spiele hervorbringt ein sehr einseitiges Spiel.

Nächstes Mal fliegst du gefälligst nicht auf Steine und in Blocks, hast du gehört!?

Welche gegnerische Liste hat Dich heute am meisten begeistert bzw. war aus Deiner Sicht am interessantesten?

Hier gibt’s zwei Kandidaten. Zum einen ist das die Liste meines Gegners aus Runde drei. Zwei I4 Defender mit Juke und ein Baron im TIE Advance Prototype. Leider konnte ich diese aus den oben genannten Gründen nicht in voller Fahrt erleben.

Deswegen fällt die Wahl auf die Liste des amtierenden deutschen Meisters. 3 I1 Fang Fighter und ein 4Lom mit allem, was er so im Regal gefunden hat. In einem Hammer und Amboss-Stil geflogen tut man sich echt schwer, mit welchem Teil der Liste man sich anlegen will. Die Fangs sind auf mittlere Reichweite zerbrechlich, können aber auf Reichweite 3 mit Fokus gut was wegwürfeln und auf Reichweite 1 ihre eingebaute Fähigkeit als Lebensversicherung nehmen. Außerdem teilen die Dinger gut aus. Die will man also nicht im Rücken haben. Nimmt man den Kampf gegen sie frontal auf, gibt man 4Lom die Zeit in Position zu kommen und dem alten R3A2 alle Ehre zu machen. Auf kurz oder lang können sich dann doch ein oder zwei Fangs in den Rücken schleichen und ihren Job tun.
Wenn ich Scum hätte, würde ich die Liste definitiv testen, auch wenn sie ein geringes 1-Geradeaus-Potential hat.

„Rebellen sind die Verlierer von 2.0.“ ist ein gern geäußertes erstes Zwischenfazit seit der Konvertierung. Kann man das so stehen lassen?

Wie so oft im Leben gibt es hier nur eine klare Antwort:

„Das kommt drauf an…“

Wenn man auf bewegliche Schiffe oder coole Einzelgänger steht, ist man bei den Rebellen falsch. Hier hat FFG etwas richtig hinbekommen: Rebellen, Imperium und Scum unterscheiden sich in den Dingen, die sie gut können.

Imperium hat günstige Aces, die jeder für sich eine Gefahr sind, aber nicht unbedingt allein arbeiten können. Scum hat Schiffe, die für sich genommen individuell stark sind. Hinzu kommen die ganzen „dreckigen“ Mechaniken, wie Palobs Kleptomanie oder Tugboats. Die Philosophie beider Fraktionen lässt unterschiedliche Spielstile zu.

Rebellen sind die Buddy-Fraktion. Schiffe helfen sich gegenseitig aus. Jeder ist für den andern da. Dies spiegeln die Fähigkeiten wieder. Selbst der vormals glorreiche Jake Farell ist zu einem token-verteilenden Ausbilder geworden. Das Resultat davon ist, dass Rebellen in einen gewissen Spielstil gezwungen werden. Man stellt also den Block an recht unmobilen Schiffen in eine Ecke und fliegt die berühmten Rebellenmanöver wie 1-Geradeaus und 1-Bank und teilt fröhlich Tokens, Targetlocks und sogar Schaden miteinander während man versucht, den Gegner frontal zu erwischen. Diese Strategie hat einige inhärente Schwächen. Zum einen muss man Formation halten. Zum anderen schmerzt der Verlust jedes Schiffes doppelt, da nicht nur die Feuerkraft, sondern auch die Synergie verloren geht. Das ist aber nicht unrettbar verbockt. Zurzeit sind die Preise für einige der Fähigkeiten etwas überschätzt. Wenn bei einigen Schiffen die Punktkosten etwas reduziert werden, wird die Strategie stark.

Erinnert sich noch jemand an Fair Ship Rebels?

Früher von vielen Spielern verflucht und gehasst, heute die Identität der Rebellen. Nicht zuletzt waren Rebellen in 1.0 zumindest theoretisch der König der großen Schiffe. Die funktionieren in 2.0 bisher jedoch gar nicht.

Da das Kernthema der Rebellen zurzeit nicht wirklich funktionell ist, müssen die Rebellen auf „Krücken“ zurückgreifen.

Zum einen ist da die Version des Rebel-Alphastrikes. Wedge, ein zweiter namhafter X Wing und „Dutch“ Vander können sehr früh zuschlagen und ein Schiff zerstören, bevor es zum Zug kommt. Man nutzt alle Mittel, um den Spielplan des Gegners zu verhindern, bevor er überhaupt mit der Ausführung beginnt. Das Äquivalent eines aggressiven Decks in Magic.

Ich selbst konnte mit solchen Listen noch keine Erfolge erzielen, aber man hört immer wieder positives darüber.

Die andere Strategie ist rohe Effizienz. Bei X Wing waren immer Listen vorne dabei, die das Maximum an Schadensoutput mit dem Maximum an Widerstandskraft vereinen. In 2.0 fehlt es oft an Würfelmodifikationen, sowohl offensiv, als auch defensiv. Gerade die Rebellen sind dabei im Hintertreffen. Gibt ein Schiff seinen Token an ein anderes ab, habe ich immer noch ein ungeschütztes Schiff. Offensiv kann man da durch einen größeren Würfelpool nachbessern. Mehr Schiffe führen zu mehr Würfeln. Defensiv kann man auf Hülle und Schilde setzten. Eine B Wing frisst immer mindestens 8 Hits. Man freut sich über jeden kleinen geschwungenen Pfeil auf grünen Würfeln, aber man ist nicht drauf angewiesen. Ein Fokussymbol bleibt ein Fokussymbol, so lange man schießen kann. Auch dieses Kriterium lässt sich durch den Grundsatz „mehr Schiffe!“ erfüllen.

Hier möchte ich mal einen uralten Listenbautip aufwärmen, den ich in meiner Anfangzseit mal bekommen hab, als X Wing noch Jung und frisch war und 7 oder 8 TIE Fighter das gruseligste waren, was einem auf der Platte begegnen konnte:

Mindestens 10 rote Würfel, mindestens 20 Hülle/Schilde kombiniert. Damals galt das für alle (beiden, Scum gab es noch nicht) Fraktionen. Bei den Rebellen ist das heute ein guter Grundsatz zum Listen bauen und hat mir recht viel Erfolg gebracht.

Große Schiffe scheinen in der aktuellen Turnierumgebung quasi unspielbar zu sein. Kann und sollte FFG da einschreiten (und wenn ja, wie)?

Natürlich kann und muss FFG hier nachregeln. Der Falke ist eins der berühmtesten Schiffe des Franchises und sollte auf Tischen zu sehen sein.

Die Probleme, die ich bei großen Schiffen vermute, sind zweierlei:

  1. FFG hat bei der Punktkostenberechnung dieselben Faktoren verwendet, wie bei den „echten“ Turrets aus 1.0. Die mobilen Feuerwinkel sind aber deutlich schwächer, vor allem in den Momenten, wo sie die Aktion des Schiffes fressen, um den Arc zu drehen. Oft ist es mathematisch besser, die Zielerfassung zu nehmen und nächste Runde doppelt modifiziert zu schießen, als zu rotieren, womit es keinen großen Vorteil gegenüber einem normalen Arc hat. Um das auszugleichen braucht man sehr günstige Wege den Arc als freie Aktion zu drehen. Die Punktkosten von Agile Gunner könnten dazu reduziert werden. Auch die Kosten der Schiffe an sich sollten reduziert werden.
  2. Die Punktkosten eines großen Schiffes stehen in keinem Verhältnis zur Feuerkraft. Defensiv sind zumindest Falke und Outrider absolut da, wo sie meiner Meinung nach hingehören. Barrel Rolls und Boosts mit großen Schiffen sind immer gruselig schnell und erlauben es in Rekordzeit über das Spielfeld zu kommen und Winkeln auszuweichen.
    Das Problem ist, dass sie dabei keinen Schaden anrichten. Die Gunner, die meiner Meinung nach FFGs Versuch sind, dass Problem zu beheben (Hey, zumindest wurde das Problem erkannt!), sind dazu leider zu teuer und zu speziell. Zusätzliche Schüsse sind ein guter, stimmiger Ansatz. Leider sind die Bedingungen für den zweiten Schuss immer sehr restriktiv und selbst wenn sie erfüllt werden, ergibt das oft einen unmodifizierten Schuss; oft auch noch auf ein anderes Schiff. Das verhindert das fokussierte herausschießen aus der Liste. Resultat ist, dass große Schiffe in etwa so viel Schaden anrichten, wie ein generischer X Wing, aber dasselbe Kosten wie drei davon.

Also wie repariert man das? Die langweiligste, aber realistische Lösung ist eine Reduktion der Punktkosten, bis es passt. Und wenn der Falke dann mit Ausrüstung 90-100p kostet, wird er auch gespielt werden. Wenn nicht, dann halt, wenn es in der nächsten Punkteanpassung auf 80-90 fällt.

Wie am Aktienmarkt. Irgendwann wird gekauft.

Eine weitere Lösung sind passive, offensive Modifikationen für große Schiffe. Man stelle sich ein 1.0 Jagdinstinkt als Modifikation vor, dass nur auf große Schiffe geht (interessante Entscheidung auf dem Falken: Roter Boost und gratis Rerolls oder weißer Boost?)

Eine exotischere, stimmigere und interessantere Lösung wäre es, großen Schiffen einen Bonus über die Regeln zu geben. Sie sind schon resistenter gegen Ionenangriffe als Schiffe auf kleineren Bases. Als verrückte Idee:

Alle großen Schiffe dürfen in der Aktionsphase 2 Aktionen durchführen. Oder eine Crew/Gunnerkarte, die diesen Effekt erlaubt.

Danke für das Interview und noch mal herzlichen Glückwunsch zum verdienten Sieg!

Interview mit
Swen „DaCruz“ H.
(Rebellen / 3. Platz)

Was hast Du heute gespielt und warum hast Du Dich für genau diese Liste entschieden?

Ich habe heute Norra (ARC-170) mit Crack Shot und Chopper, Airen Cracken mit Crack Shot, Blount mit Crack Shot, Sabine (Attack Shuttle) mit Juke und AP-5 gespielt. Aus Zeitmangel zum ausgiebigen Testen, bin ich quasi bei der Liste hängengeblieben, die mir 2 Wochen zuvor in Rosenheim zum Sieg verholfen hatte.

Sie gibt weitaus mehr her als sie auf den ersten Blick hergibt.

Dazu kommt noch das ich Rebellen auch schon in 1.0 gespielt habe und mich da einfach wohl fühle.

Wie hast Du heute abgeschnitten und welches waren Deine besten und/oder schlechtesten Momente im Turnierverlauf?

Der beste Moment, einfach zu sehen das 22 X-Wing Verrückte richtig viel Spaß und Bock beim Spielen hatten! Super Atmosphäre, genial harte Listen und tolle Location.

Bei dem enorm starken Teilnehmerfeld war ich ohne große Erwartungen, aber mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein, nach Regensburg gereist.

Im Auto dabei, Daniel „Herbstrabe“ und Matthias „Darth_Ace“….wenn Ihr wisst auf was ich hinaus will 😉

Nach 5 harten Spielen (4:1) und einem für mich überraschenden dritten Platz war ich natürlich überglücklich. Das einzige Spiel das ich abgeben musste, war gegen Doppel Punisher mit Whisper und einem der besten Spieler Deutschlands Matthias „Darth_Ace“. Das Spiel sah zum Schluss knapper aus als es war, als meine Norra noch halb gegen eine volle Whisper da stand.

Besten Momente:

  • Das ich 2 von 3 Punisher Listen schlagen konnte.
  • Spiel 4 der optimale Anflug gegen Fabian seine Rebellen Alpha Strike Liste. Da er die INI hatte musste er zuerst fliegen und konnte kein Target Lock legen um seine Torpedos abzufeuern. In der ersten Beschussrunde konnte ich ihm auch gleich Garven rausschiessen und das Spiel war ab da schon gelaufen.
  • Spiel 5 Highlight definitiv gegen den Corusant Invitational Teilnehmer und BFF

    (weil er das richtige Shirt an hatte) Matthias „Kartoffelkopf“.

    Eine knackige Liste mit viel Potenzial den Gegner zu ärgern…hat auch gegen mich gut funktioniert. Das Spiel war echt der Wahnsinn. Ein permanentes hin und her und am Ende war ich dann der sehr glückliche Sieger. Hatte Matthias doch nur noch 1 Hit auf Norra oder Airen gefehlt um das Spiel zu gewinnen.

Schlechten Moment gab es nicht, außer vielleicht das ich in den ersten 3 Runden gegen 5 TIE-Punisher spielen musste.

Welche gegnerische Liste hat Dich heute am meisten begeistert bzw. war aus Deiner Sicht am interessantesten?

Die Rebellenliste (Wedge, Garven, Dutch & Sabine) von Fabian „Kobold93“ mit Swarm Tactic und der Action economy wenn man sie lässt. Und auch Matthias „Kartoffelkopf“ seine Ärger Scum Liste (Fenn, 4-Lom und Palob) grüne Tokens klauen die man sich hart erarbeitet hat, Stress verteilen und viele rote Würfel wenn Fenn mal wieder in Range 1 war.

„Rebellen sind die Verlierer von 2.0.“ ist ein gern geäußertes erstes Zwischenfazit seit der Konvertierung. Kann man das so stehen lassen?

Das sehe ich nicht so.

Klar haben Imperium und Scum einen Aufschwung mit 2.0 weil einige Schiffe nun spielbar sind und teilweise enorm geboostet worden sind, aber nüchtern betrachtet hat jede Fraktion eine oder mehrere spielbare Listen die auch gewinnen können.

Große Schiffe scheinen in der aktuellen Turnierumgebung quasi unspielbar zu sein. Kann und sollte FFG da einschreiten (und wenn ja, wie)?

Ja muss ich sagen, dass mich diese Tatsache am meisten überrascht hat. Aber ich denke es liegt vielleicht nicht unbedingt an den großen Schiffen, sondern vielmehr an der neuen Medium Base und den Schiffen inkl. Piloten.

Wenn man hier mal genauer schaut findet man günstige, enorm flexible und doch sehr starke Optionen. TIE-Punisher bestes Beispiel, auch wenn der von der kleinen Base aus 1.0 kommt.

Warum soll man für die gleichen Punkte ein großes Schiff fliegen das nicht halb so viel kann?

360° Turrets gibt es nicht mehr, somit haben einige große Schiffe Ihre angsteinflößende Wirkung verloren (z.b. Falke, Deci.).

Ich denke und hoffe das FFG das genau beobachtet und nicht nur wegen der großen Schiffe Anpassungen vornimmt die den Spielspaß erhöht und eine Listenflexibilität ermöglicht.

Danke das Du Dir die Zeit genommen hast und Glückwunsch zum sehr guten Abschneiden!

Interview mit
Steffen „Steka“ K.
(Abschaum / 14. Platz)

Was hast Du heute gespielt und warum hast Du Dich für genau diese Liste entschieden?

Ich habe einen vollgepackten 4LOM und 3 PS1 Fangfighter gespielt.

Ursprünglich hatte ich Boba-Guri eingereicht, doch reizte mich das nicht wirklich, da ich schon 2 Spiele damit gemacht habe.

Zudem habe ich (gezwungenermaßen) eine kleine X-Wing Pause gehabt und wollte mal ein wenig Basics trainieren.

Ich hatte weder in 1.0 noch in 2.0 jemals meinen G1A gespielt . Das musste ich ändern. Die Idee kam im Urlaub am Pool. Nachdem ich 4LOM mit ein paar Upgrades zusammengekickt hatte, passten 3 Fangfighter gut rein. Da ich 3x PS1 und 1x PS3 hatte, war mir der Ini-Bid vollkommen egal und ich packte einige Upgrades auf 4LOM um diese zu testen.

Wie hast Du heute abgeschnitten und welches waren Deine besten und/oder schlechtesten Momente im Turnierverlauf?

2 Siege – 3 Niederlagen:

  • Drmcmac mit Punisher + Doppelbomber – Sieg
  • Darth Ace mit Doppelpunisher + Whisper – Niederlage
  • Loken mit Rebellen Alphastrike – Sieg
  • Herbstrabe mit 4BZ – Hochgepaart Niederlage
  • Karasu mit Doppelpunisher + Vader-Reaper – Niederlage

Bester Moment war das 200:0 gegen Loken mit nur 3 Schaden im ganzen Spiel.

Ich habe schon ein paar Male gegen ihn gespielt und konnte daher viel vorhersehen.

Auch gegen Darth Ace konnte ich 4LOM endlich mal vernünftig einsetzen und einen Punisher mehrere Runde rausnehmen.

Schlechtesten Momente waren wohl mein Anflug gegen Darth Ace und Herbstrabe. Allgemein ist der Anflug gegen ein Schiff mit Fassrolle und Boost, das nach einem fliegt, leider sehr schwer.

Welche gegnerische Liste hat Dich heute am meisten begeistert bzw. war aus Deiner Sicht am interessantesten?

Die Gegnerlisten waren nicht wirklich abweichend von dem zu Erwartenden.

„Rebellen sind die Verlierer von 2.0.“ ist ein gern geäußertes erstes Zwischenfazit seit der Konvertierung. Kann man das so stehen lassen?

Nö.

Es ist nur ein wenig anders als 1.0; kein Ghost/Fenn 100-Punkte-Miranda oder Nymranda.

Rebellen Schwärme oder Alphastrike sind recht gut. Man sieht auch recht viele verschiedene Schiffe (auch wenn es nur einzelne Piloten sind) – ARC, Y-Wing, Jagdshuttle, HWK, YT2400, Sheathipede, T65, U-Wing und Z95 sind oft gesehen

…daraus lässt sich schon was basteln !

Große Schiffe scheinen in der aktuellen Turnierumgebung quasi unspielbar zu sein. Kann und sollte FFG da einschreiten (und wenn ja, wie)?

Ja.

Zurzeit sind sie leider zu teuer und haben nicht genügend Optionen.

Man sollte wohl die Punkte senken bis es genügend Upgrades gibt.

Vielen Dank für das Interview!