5. TTCR X-Wing Turnier Regensburg – Quick Questions & Answers (Teil 2)

Interview von Matthias “kart0ffelk0pf”

Im Nachgang zum Turnier vom 17.11.18 in Regensburg konnte ich mir einige der Teilnehmer schnappen und überreden, der Squadrona für eine etwas andere Form des Turnierberichts Rede und Antwort zu stehen.

Wie im ersten Teil angekündigt, erfahrt Ihr im heutigen zweiten Teil, wie die Squadrona in Regensburg abgeschnitten hat.

Vielen Dank, an all die Jungs, die sich die Zeit für uns und unsere Fragen genommen haben und allen anderen viel Spaß beim Lesen!

Interview mit
Benedikt „machkaputt“ L.
(Imperium / 8. Platz)

Was hast Du heute gespielt und warum hast Du Dich für genau diese Liste entschieden?

Whisper (Vader / Finte), Redline (Traj Simulator / Protonentorpedos / Protonenbomben / Seismische Bomben), Soontir (Jagdinstinkt).

Whisper und Redline gehören aufgrund ihrer Fähigkeiten und Punktkosten derzeit zu den stärksten Schiffen. Bisher hatte ich anstelle von Soontir Deathrain in der Staffel.

Dieses Mal wollte ich aber dem Baron eine Chance geben.

Außerdem macht das Fliegen von Assen einfach Spaß; für mich ein bedeutender Teil von X-Wing.

Wie hast Du heute abgeschnitten und welches waren Deine besten und/oder schlechtesten Momente im Turnierverlauf?

3:2; trotz dem starken Teilnehmerfeld unter meinen Erwartungen.

Mein schlechtester Moment:

Mein zweites Spiel gegen 4 B-Wings plus 1 Z-95. Ein sehr schlechtes Matchup für meine Staffel, das keinerlei Spielfehler verzeiht und nicht besonders viel Spaß macht. Zwei entscheidende Spielfehler haben dann entsprechend zu meiner ersten Niederlage geführt.

Mein bester Moment:

Das darauffolgende Spiel gegen Jan, einem X-Wing-Neuling aus Erlangen. Ich finde es sehr schön zu sehen, dass 2.0 tatsächlich neue Spieler anzieht. Zudem war Jan ein sehr angenehmer Gegner, der vollste Fassung bewahrt hat, obwohl Whisper, Redline und Soontir ihren geballten Frust aus dem vorangegangenen Spiel an seinen Schiffen ausgelassen haben.

Welche gegnerische Liste hat Dich heute am meisten begeistert bzw. war aus Deiner Sicht am interessantesten?

Die Liste meines Gegners, Fabian, im fünften Spiel: Wedge (Schwarmtaktik, Protonentorpedos), Braylen (Electronic Baffle), Jan Ors (Titel) und AP-5.

Auf dem Papier war die Staffel zuerst weniger furchteinflößend.

Als dann aber Wedge und Braylen mehrmals auf Ini 6 vier, vollmodifizierte rote Würfel warfen, musste ich meinen ersten Eindruck verwerfen. Der Schadens-Output der Liste war konstant hoch, die Action-Ökonomie sehr solide und gleichzeitig waren die Schiffe robust und einfach zu fliegen.

„Rebellen sind die Verlierer von 2.0.“ ist ein gern geäußertes erstes Zwischenfazit seit der Konvertierung. Kann man das so stehen lassen?

Auf keinen Fall.

Ein erstes 2.0-Meta mit imperialen 3-Schiff-Listen (Whisper, Punisher plus x, o.ä.) kommt 4- oder 5-Schiff-Listen sehr entgegen. Aufgrund der Kostenstruktur sind imperiale Listen fast immer im Zugzwang, ein Schiff des Gegners mehr abzuschießen, sobald man ein eigenes verloren hat.
Scum hat ebenfalls solide 4-Schiff-Listen mit einer großen Trickkiste.

Rebellenlisten können das jedoch durch einen höheren Schadens-Output ausgleichen.

Große Schiffe scheinen in der aktuellen Turnierumgebung quasi unspielbar zu sein. Kann und sollte FFG da einschreiten (und wenn ja, wie)?

Große Schiffe sind derzeit zu teuer und nehmen deshalb zu viel Platz in der eigenen Liste. Ihr Schadens-Output ist einfach zu gering, um mit anderen Listen mithalten zu können.

Wenn die derzeit starken, kleinen Schiffe in Zukunft teurer werden, könnten große Schiffe wieder an Bedeutung gewinnen.


Interview mit
Matthias „kartoffelkopf“ Wagner
(Abschaum / 7. Platz)

Was hast Du heute gespielt und warum hast Du Dich für genau diese Liste entschieden?

Da mich keiner meiner Kollegen über die teaminterne Absprache informiert hat, dass Redline zwingend zu spielen ist, habe ich mich für eine

Scum-Liste mit Fenn (Fearless), 4-LOM (Titel, Advanced Sensors) und Palob (Titel, Trick Shot, L3-37, Proton Bombs) entschieden.

…liegt aber auch daran, dass ich seit 2.0 fast ausschließlich diese Fraktion spiele und zudem 4-LOM und Palob für aktuell zwei der „nervigsten“ Piloten im Spiel erachte (dazu noch in Schiffen mit einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis).

Fenn passt dann einfach noch – von den Punkten und in seiner Funktion Lategame-Ass – gut dazu.

Wie hast Du heute abgeschnitten und welches waren Deine besten und/oder schlechtesten Momente im Turnierverlauf?

Ich bin am Ende mit 3:2 auf dem 7. Platz gelandet.

Einen klaren „besten Moment“ kann ich im Grunde gar nicht benennen. Das letzte Spiel (ums Stockerl) gegen Swen „DaCruz“ fand ich als Ganzes recht interessant und spannend. Swen führte eine unkonventionelle 5-Schiff Rebellen Liste ins Feld. Diese sieht auf dem Papier recht unscheinbar aus, ist aber – gerade in Händen eines kompetenten Spielers wie Swen – echt richtig gut.

Am Ende habe ich dann das „kleine Finale“ dann knapp verloren; mir fehlte je ein Schaden auf einem der beiden letzten verbleibenden Rebellenschiffe. Das Momentum schwappte aber das komplette Spiel über hin und her. Swen würfelte bei drei RW1-Angriffen mit jeweils vier Roten „nix“, Palobs erste Bombe verfehlt ein Schiff auf einer Hülle um Haaresbreite (aka Schiffsnubsis) und später dann kassierte Palob einen totbringenden Direct-Hit bevor er seine zweite Bombe in aussichtsreicher Position hätte platzieren können. Aber alles in allem ein verdienter Sieg für Swen; und vor allem ein würdiger Abschluss des Turniertages.

Da ich fünf sehr angenehme Runden hatte, ist mein „schlechtester Moment“ außerhalb des Spiels, genauer gesagt noch vor Beginn des Turniers, zu finden:

Neben dem eingangs erwähnten Fauxpas bei der Listenwahl, habe ich auch noch eine grobe Dress-Code Violation hingelegt, so dass ich scheinbar bis auf weiteres auf Bewährung unter der  SQUADRONA-Flagge spiele.

 

Welche gegnerische Liste hat Dich heute am meisten begeistert bzw. war aus Deiner Sicht am interessantesten?

Es waren einige „schöne“ Listen am Start, aber hier muss ich ganz klar Swens Eigenkreation nennen, da ich diese auch live in Aktion erleben durfte.

Zwei Z-95 und je ein Sheatipede, Attack Shuttle und ARC sehen auf den erstmal harmlos aus, wenn dann aber der eine Z Runde um Runde voll-modifiziert mit drei oder vier Angriffswürfeln herumballert und Norra im ARC ebenso wütet und dabei noch beim Verteidigen Ihren Auto-Evade hinlegt, ist Schluss mit Lustig…von der generellen, bei Rebellen gewohnten, Action-Economy dank AP-5 und Cracken ganz zu schweigen.

„Rebellen sind die Verlierer von 2.0.“ ist ein gern geäußertes erstes Zwischenfazit seit der Konvertierung. Kann man das so stehen lassen?

Klares Nein.

Rebellen sind aber m.E. die eine Fraktion, bei der erst jetzt so langsam die wirklich starken Listen (ent)stehen. Am Anfang gab es ja überwiegend den 3-Schiff Alpha Strike und diverse 3er X-Wing Varianten.

Inzwischen (im „Kleinen“ hier in Regensburg, im „Großen“ u.a. die Nordics-Siegerliste) sieht man aber auch viele Listen mit vier oder mehr Schiffen. Hier zeigt sich auch sehr schön, dass es in 2.0 wohl erfolgsversprechender ist, die Upgrade-Slots nur spärlich zu nutzen und dafür lieber mehr (oder „stärkere“) Schiffe einzubauen.

Große Schiffe scheinen in der aktuellen Turnierumgebung quasi unspielbar zu sein. Kann und sollte FFG da einschreiten (und wenn ja, wie)?

Zumindest die bisherigen Turniere deuten darauf hin, dass die großen Schiffe zu teuer geraten sind oder zumindest, dass irgendwas nicht stimmt.

Mit Ausnahme von vereinzelten Lambda-Shuttles und dem ein oder anderen Scum-Falken – also den beiden (mit Abstand) günstigsten „Großen“ – sieht man ja kaum solche Schiffe auf der Platte.

Ich glaube aber, eine mögliche bzw. anstehende Anpassung ist eine ziemliche Gradwanderung. Han, Lando oder Dash bei den Rebellen beispielsweise fehlt nicht viel, um sie von unspielbare in richtig gute Turnierschiffe zu verwandeln.

Wir können gespannt sein, ob und gegebenenfalls was FFG ausheckt, um dieses „Problem“ zu beheben.

An dieser Stelle würde ich gerne mal erwähnen, dass FFG die Umstellung auf 2.0 im Großen und Ganzen (sehr?) gut umgesetzt hat.


Interview mit
Matthias „Darth Ace“ Konrad
(Imperium / 2. Platz)

Was hast Du heute gespielt und warum hast Du Dich für genau diese Liste entschieden?

Ich habe eine imperiale Liste gespielt, bestehend aus Whisper, Redline und Deathrain.

Hier die genaue Liste:

Whisper — Juke, Darth Vader
Redline — Trajectory Simulator, Proton Torpedoes, Proton Bombs, Ablative Plating
Deathrain — Trajectory Simulator, Barrage Rockets, Proton Bombs, Seismic Charges, Ablative Plating

Zum einen, weil das Imperium von den aktuellen drei Fraktionen meine Lieblingsfraktion ist. Zum anderen natürlich, weil ich denke, dass das eine verdammt starke Liste ist.

Die beiden named Punisher sind für das was sie können extrem günstig. Was mir besonders an ihnen gefällt ist, dass sie sehr vielseitig sind. Sie haben beide prinzipiell Zugriff auf zwei Aktionen pro Runde. Man ist dank Barrel Roll und/oder Boost durchaus mobil, falls es nötig sein sollte. Sie können dank ihrer Bomben inklusive Trajectory große Teile vom Spielfeld bedrohen. Damit hat man ein effektives Mittel sowohl gegen Schwärme als auch gegen Asse. Und hoher “Burst Damage” gegen Einzelziele ist dank der Torpedos und Raketen auch möglich. Am meisten Spaß macht mir Deathrains Aktion in der Systemphase – die macht das Schiff so verdammt flexibel.

Ein klassisches Ass bzw. Endgame-Schiff wollte ich dann auch noch in der Liste haben.

Hier ist Whisper, denke ich, zurzeit eine der stärksten Optionen.

Dank Cloak ist man durchaus mobil, aber im Gegensatz zu vielen anderen Assen kann man auch mal langsam fliegen. Die automatisch generierten EvadeToken + Juke + Vader stellen eine gute Synergie dar. Dank potenziellem Doppel-Evade ist man im Gegensatz zu anderen Assen auch einen Tick resistenter gegenüber kalten grünen Würfeln. Whisper hat jedenfalls das Potenzial das Endgame gegen mehrere gegnerische Schiffe zu gewinnen.

Wie hast Du heute abgeschnitten und welches waren Deine besten und/oder schlechtesten Momente im Turnierverlauf?

Ich habe 4:1 gespielt und bin Zweiter geworden.

An einen mit Abstand besten Moment kann ich mich eigentlich nicht erinnern.

Generell bin ich mit meinen Anflügen in den Spielen gegen Steffen “Steka” und Fabian “Pekebu” sehr zufrieden. Hier hatte ich das Gefühl, dass ich mir schon durch meine Manöverwahl im Anflug einen extremen Vorteil erspielt hatte. Auch mit dem Endgame im Spiel gegen Swen “DaCruz” bin ich zufrieden. Anstatt meine Whisper gegen seine Norra (ich musste zuerst fliegen) mit irgendwelchen riskanten Manövern zu gefährden, habe ich das cool und risikolos runtergespielt.

Mein schlechtester Moment ist ganz klar:

Mein geistiger Aussetzer der mir im Finalspiel gegen Daniel “Herbstrabe” unterlaufen ist. Nachdem Daniel im ganzen Spiel (zumindest war das meine subjektive Wahrnehmung) diverse überdurchschnittliche Würfe hingelegt hat, hat er zwei Schüsse auf Whisper. Er würfelt wieder überdurchschnittlich und ich blanke beide Male mit meinen grünen Würfeln. Meine Whisper geht von ehemals voll auf eine Hülle runter, wodurch sich meine Siegchancen in kurzer Zeit deutlich reduziert haben. In diesem Moment läuft bei mir das Fass über und mein persönlicher Pinguin springt hervor. Wer das jetzt nicht versteht, dem lege ich den Artikel von Bene “Machkaputt” auf unserer Seite zu Herzen (siehe: Fürchte den Pinguin – zerstörerische Psychologie im kompetitiven Brettspiel). Um es kurz zu sagen, anstatt mich zusammenzureißen und weiter konzentriert zu spielen, hadere ich mit dem Schicksal. Anstatt eines halbwegs sicheren “Disengage”-Manövers, fliege ich mit Whisper in der nächsten Runde ein Kamikaze-Manöver und verliere sie zu Recht. Da war das Spiel dann endgültig gelaufen.

Welche gegnerische Liste hat Dich heute am meisten begeistert bzw. war aus Deiner Sicht am interessantesten?

Am meisten hat mich Steka’s Liste begeistert.

Er hat 4-LOM und 3 Fang Fighter gespielt. Nicht in der Hinsicht, dass es eine außerordentlich starke Turnierliste wäre. Sondern eher, weil er mit einer so skill-intensiven Liste angetreten ist. Fang Fighter können schon relativ zerbrechlich sein und bei gleich 3 davon muss man schon extrem konzentriert spielen, um keinen von ihnen leichtsinnig zu verlieren. Außerdem ist 4-LOM mit Advanced Sensors ein sehr spannendes Schiff, das einem sehr viele taktische Optionen lässt.

Am meisten beeindruckt hat mich aber definitiv Daniels Liste.

Er hat 4 B-Wings + einen Z-95 gespielt, kurz “4BZ”. Mit “beeindruckt” meine ich nicht, dass ich denke, dass die Liste besonders kreativ ist oder dass es übermäßigen Spaß machen würde gegen sie zu spielen. Beeindruckt hat mich die eiskalte Effizienz dieser Liste. Vor allem habe ich unterschätzt wie gut die Liste wieder unter 2.0 Bedingungen geworden ist.

Die Liste setzt stumpf auf Zahlen, ohne jeden weiteren Schnickschnack. Mit 14 roten Würfeln kann die Liste eine Menge Schaden austeilen. Mit insgesamt 36 Hitpoints hat sie mehr Hitpoints als die meisten anderen Listen. Dass davon die Hälfte Schilde sind, macht sie besonders widerstandsfähig gegen Crits. In dieser Hinsicht ist sie vielen anderen “Effizienz-Listen” überlegen, z.B. imperialen Bombern die man gut mit Protonenbomben bekämpfen kann. Zudem haben die B-Wings stark von der Einführung der Linked-Action profitiert. Durch die Kombination von Fokus und Barrel Roll sind sie deutlich mobiler/flexibler als früher, bei gleichem Schadensoutput.

Was die Liste außerdem zu einer besonders effektiven Turnierliste macht ist, dass sie sehr resistent gegenüber Spielfehlern ist. Man kann sich einfach mehr Fehler erlauben als bei den meisten anderen Listen (vor allem natürlich im Vergleich zu Assen) ohne, dass es in der Regel spielentscheidende Konsequenzen hätte. Vor allem bei langen Turnieren ist das ein deutlicher Vorteil, da jedem Spieler fast zwangsweise irgendwann einmal ein Fehler unterlaufen wird.

Im aktuellen Umfeld ist die Liste stark, weil es, meiner Meinung nach, viel weniger “Hard Counter” gibt als früher. In Edition 1.0 hatten beispielsweise Asse oder vor allem mobile Schiffe mit 360°-Feuerwinkel gute Chancen gegen 4BZ. Asse sind in 2.0 viel instabiler und somit glücksabhängiger geworden. Klar, in einer optimalen Welt fliegt ein Ass immer so, dass es gar nicht erst beschossen werden kann. Aber in Realität ist es bei den ganzen Feuerwinkeln fast unmöglich dauerhaft aus allen Winkeln draußen zu bleiben. Früher oder später fängt man sich dann doch einen Schuss ein und dann können schnell die halben Punkte oder, bei ganz kalten grünen Würfeln, direkt das ganze Ass weg sein.

Über mobile Schiffe mit 360°-Feuerwinkel brauchen wir in 2.0 nicht reden …

„Rebellen sind die Verlierer von 2.0.“ ist ein gern geäußertes erstes Zwischenfazit seit der Konvertierung. Kann man das so stehen lassen?

Das würde ich so nicht unterschreiben.

Ich denke, dass Rebellen zurzeit durchaus im kompetitiven Umfeld mitspielen können. Natürlich funktionieren bei ihnen nicht unbedingt die gleichen Listen-Archetypen wie beim Imperium oder Scum. Es mag auch sein, dass bei ihnen zurzeit nur wenige Archetypen besonders gut sind.

Generell sollten Rebellen aber auch nicht jeden Archetyp besonders gut spielen können. Das gleiche gilt natürlich für alle anderen Fraktionen auch. Eine erkennbare “Faction-Identity” macht das Spiel für mich interessanter.

Mit folgenden Listen-Archetypen können Rebellen, meiner Meinung nach, zurzeit auf jeden Fall kompetitiv oben mitspielen:

  • “Effizienz”-Listen (das hat Daniel ja eindrucksvoll bei diesem Turnier bewiesen)
  • Listen mit vielen Elementen die sich gegenseitig unterstützen/synergieren (darunter zähle ich u.a. die Liste von Swen “DaCruz”; er hat damit vor ein paar Wochen das, ebenfalls gut besetzte, Turnier in Rosenheim gewonnen)
  • Torpedo- bzw. First-Strike-Listen (z.B. Wedge mit Schwarmtaktik + andere Schiffe mit Protonentorpedos)

Noch ein allgemeiner Punkt:

Ich glaube positive Rückkopplungseffekte beeinflussen oft stark wie die Community die Fraktionen bzw. einzelne Listen wahrnimmt. Was ich damit meine, will ich kurz beispielhaft erläutern: Nehmen wir an ein Spieler gewinnt mit einer guten (aber nicht übermächtigen) Liste ein großes Turnier. Die Videos der Spiele werden im Internet veröffentlicht.

Jetzt werden natürlich viele Spieler diese Liste kopieren und selbst auf Turnieren spielen.

Dadurch steigt die Chance, dass weitere Turniere mit dieser Liste gewonnen werden. Es spricht sich herum, dass weitere Turniere mit der Liste gewonnen wurden und folglich wird die Liste noch häufiger gespielt. Und so weiter.

Die Liste (bzw. Fraktion) wirkt auf einmal viel stärker, als sie es eigentlich ist.

Große Schiffe scheinen in der aktuellen Turnierumgebung quasi unspielbar zu sein. Kann und sollte FFG da einschreiten (und wenn ja, wie)?

Wenn wenigstens das ein oder andere große Schiff kompetitiv spielbar wäre, gäbe es vermutlich eine größere Listenvielfalt und man könnte potenziell andere Listen-Archetypen auf Turnieren sehen.

Von daher würde ich es begrüßen, wenn FFG da einschreiten würde. Das “wie” ist eigentlich relativ klar.

Meiner Meinung nach lassen sich über die Punktkosten generell so gut wie alle Probleme lösen. Das gilt auch für die Spielbarkeit von großen Schiffen. Punktkostenanpassungen sind zwar nicht besonders kreativ und spannend, aber dafür können sie ohne große Umstände implementiert werden. Genau das war ja auch eine der Kernideen die FFG für Edition 2.0 hatte.